Leitartikel: Missionieren nicht als Ziel

Tino Zippel über die Wahrnehmung von Zeitungskommentaren.

Tino Zippel

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Foto: Andreas Wetzel

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Wir leben in politisch turbulenten Zeiten, was sich auch in unserer Redaktion bemerkbar macht. Wir freuen uns über Rückkopplungen unserer Leserinnen und Leser. Dass diese teils fundamental verschieden ausfallen, liegt in der Natur einer pluralistischen Gesellschaft. Jeder bewertet eine andere Meinung von seinem subjektiven Standpunkt aus. Besonders kontrovers sind die Reaktionen nach der Wahl von Thomas Kemmerich als Ministerpräsident ausgefallen.

In den vergangenen Tagen kam es mehrfach vor, dass sich mehrere Leser über ein und denselben Kommentar beschwerten. Während die einen sagten, bald müsse die OTZ wohl mit roter Farbe gedruckt werden, schreiben die anderen, bald werde wohl braun die Schriftfarbe sein. Beides ist im Übrigen nicht geplant. Auch steht unsere Zeitung, anders als gern behauptet, keiner Partei nahe – anders als dies bei Zeitungen in der DDR üblich war.

Die Kommentare unserer Redakteure spiegeln stets deren persönliche Meinung wider. Diese sind als Meinungsangebote zu verstehen, an denen man sich reibt oder denen man zustimmt. Wir möchten die Möglichkeit bieten, Einblicke in die Gedanken anderer zu bekommen. Leider wird das oft missverstanden: Nein, wir wollen niemand missionieren! Ganz im Gegensatz zu so mancher Interessengruppe, die leidenschaftlich dafür kämpft, die eigene und nur die eigene Meinung durchzusetzen. Wir hingegen wollen niemand vorschreiben, was sie oder er zu denken hat.

Sie sehen etwas anders? Schreiben Sie uns doch gern einen Leserbrief (leserbrief@otz.de). In den vergangenen Wochen gingen sehr viele ein. Unser Ziel ist, möglichst viele Leserinnen und Leser zu Wort kommen zu lassen. Deshalb haben wir den Leserbriefen zusätzlichen Platz eingeräumt. Und weil oft gefragt wird: Kürzungen sind unumgänglich, um eine Vielfalt von Meinungen widerzuspiegeln. Das macht doch gerade die Würze aus.

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