Marius Koity über einen bodenständigen Wettbewerb, den man nicht unterschätzen sollte

In Zeiten glamouröser Fernsehcastingshows wird der nun 60 Jahre alte, eher bodenständige Talentewettbewerb Herzklopfen kostenlos mitunter belächelt.

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Zu Unrecht, denn er be-deutet manchen Menschen so viel, dass sie emotional werden. So sind Mitglieder der Jury und Organisatoren nach dem Finale im vergangenen Jahr von einzelnen Be­suchern teils heftig angegangen worden, weil die Vor­jahressiegerin Diana Oppenheim wieder auf der Pößnecker Marktbühne stehen durfte – und als beste Sängerin des Wettbewerbes diesen und die 1000 Euro wieder gewann. Sieger sollten nicht noch einmal antreten dürfen, meinte man aus dem Publikum. „Wieso nicht?“, lautet die Gegenfrage von Wettbewerbsleiter Andreas Dornheim. „Olympiasieger dürfen ihre Titel doch auch verteidigen“, sagt er. Fußballrekordmeister FC Bayern München wird auch keiner wegen Konkurrenzlosigkeit aus der Bundesliga werfen. Auf alle Fälle – ein drittes Mal wird Diana Oppenheim wohl nicht in Pößneck antreten. Nach ihren hiesigen Erfahrungen nimmt die 14-jährige Erfurterin gerade Hürde um Hürde in der Fernsehcastingshow The Voice Kids. Die Pößnecker Jury hatte also den richtigen Riecher. Das Beispiel Diana Oppenheim zeigt, das Herzklopfen kostenlos wie vor 60 Jahren ein Sprungbrett für Könner sein kann.

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