Meine Meinung: Bahnprojekte auf langer Bank

Tino Zippel über Investitionen ins Eisenbahnnetz.

Tino Zippel.

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Foto: Andreas Wetzel

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Durch den politischen Willen für mehr Klimaschutz bekommt die Deutsche Bahn Rückenwind. Jahrzehntelang hat der Bund zu wenig in die Schiene investiert, sodass gerade auf stark befahrenen Strecken Engpässe bestehen.

Falsch waren die politischen Vorgaben, vor allem auf Hochgeschwindigkeitstrassen zu setzen. In einem Land wie Frankreich, in dem alles zentral auf Paris ausgerichtet ist, mag das vielleicht funktionieren. Deutschland ist aber weniger zentralistisch geprägt, die Bahn muss ihre Kraft aus der Fläche schöpfen. Und hier wurde in den vergangenen beiden Jahrzehnten gesündigt, sinnvolle Infrastrukturprojekte auf die lange Bank geschoben.

So tuckern auf der Mitte-Deutschland-Schiene, der Strecke mit den höchsten Fahrgastzahlen im Thüringer Regionalverkehr, noch immer die Dieselmotoren. Das Jahr 2028 nennt die Deutsche Bahn als frühesten Zielkorridor, die Elektrifizierung zu vollenden. Ein paar Kilometer Höllentalbahn zwischen dem Saale-Orla-Kreis und Oberfranken könnten 300 Lkw-Fahrten pro Tag sparen. Doch auch die Reaktivierung dieser Strecke steht in den Sternen.

Größere Investitionen ins Schienennetz sind zu begrüßen. Am Ende wird sich aber zeigen, ob die ehrgeizigen Pläne umsetzbar sind. Die Planungs- und Baukapazitäten am Markt könnten der beschränkende Faktor werden.

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