Meine Meinung: Tagsüber mehr Intercity

Tino Zippel über das neue Nachtzug-Angebot.

Tino Zippel

Tino Zippel

Foto: MGt

Ein Tagesausflug nach Wien und zurück? Mit dem Nachtzug der Deutschen Bahn wird eine solche Reise ab März möglich. Achteinhalb Stunden bleiben, um in Österreichs Hauptstadt zu flanieren. Wer das Angebot nutzen möchte, muss aber hart im Nehmen sein. Der Zug fährt zwischen 2 und 3 Uhr in der Nacht in Jena oder Saalfeld ab – die Rückfahrt endet 24 Stunden später. Dabei bietet der Intercity keine Liegewagen, sondern nur die gewöhnlichen Sitze. Schlafen fällt darauf schwer.

Dennoch wird es einen Markt für den Zug geben, vor allem auf Teilabschnitten. Er bietet die Chance, nach einem Abendtermin in Berlin noch nach Thüringen zu kommen. Bislang bestand die letzte Reisemöglichkeit gegen 21.30 Uhr – künftig haben Nachtschwärmer noch eine Stunde länger Zeit. Rekordfahrzeiten sind nicht zu erwarten, allein schon wegen der Halte in Leipzig und in Halle. Eine Option bietet der Nacht-Intercity auch für Urlauber, die zu Flughäfen reisen und morgens zeitig starten wollen.

Es ist gut, dass die Deutsche Bahn diese Linie einrichtet. Unterm Strich bleibt die neue Verbindung aber nur eine Ergänzung des Angebotes. Wichtiger fürs Saaletal wäre, dass bald wieder tagsüber alle zwei Stunden ein Intercity hält. Die Wirtschaft, Hochschulen und Institute warten darauf.

Ab März neu: Das bietet der Nachtzug durch Thüringen

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