Meine Meinung: Zur Strafe selber holen

Holger Zaumsegel über wenig Respekt für kleine Helfer.

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Da ist der Spanier Fernando Verdasco ganz schön über das Ziel hinaus geschossen. Beim ATP-Turnier in Shenzen blaffte er einen Balljungen an, weil dieser ihm sein Handtuch nicht schnell genug brachte. Nun diskutiert die Tennisbranche darüber, wie sie es den Spielern erleichtern kann, sich nach jedem Punkt den Schweiß abzuwischen. Spezielle Handtuchhalter sind im Gespräch.

Eine Debatte, die Alexander Zverev mit Recht als lächerlich bezeichnet. Vielmehr sollte es eine Debatte über Respekt gegenüber denen geben, die wie die Stars ihren Teil zum guten Spiel beitragen. Anders als diese am Ende aber nicht mit einem dick gefüllten Konto den Platz wieder verlassen: Eben die Ballmädchen und -jungen. Sie verrichten ihre Arbeit kostenlos, aus Liebe zum Sport und um den Stars nahezu sein. Ein freundlicher Umgang sollte da schon als Mindestlohn her.

Doch manche Sportler vergessen das – wie Fernando Verdasco. Auch Chelsea-Fußballstar Eden Hazard ist so ein Beispiel. Er trat schon einmal einen Balljungen rüde um, weil dieser das Spielgerät nicht schnell genug wieder herausrückte. Zur Strafe müssten solche Sportler künftig ihr Handtuch oder ihren Ball selber holen.

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