Sprache verirrt und verwirrt - Uli Drescher kommentiert Woche

Uli Drescher über den Sinn, heutzutage noch einen Duden in die Hand zu nehmen.

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Ich habe diese Woche mal wieder einen Duden in der Hand gehabt. Eine gedruckte Ausgabe mit rund 130"000 Stichwörtern. Sonst benutze ich ja bei Bedarf die Internetausgabe oder zu Hause eine im Computer integrierte Software-Version, die mir schon beim Schreiben auf die Finger haut, wenn sie ein Wort nicht kennt oder der Satzbau nicht stimmen sollte. Aber der Computer war gerade aus und das Smartphone nicht greifbar. Also Duden her. Als ich - etwas ungewohnt - gefunden hatte, was ich suchte, stellte ich mir mal selbst die Frage, was es angesichts der Beliebigkeit, mit der Schüler heute ihre Muttersprache interpretieren, eigentlich für einen Sinn macht, den Duden noch zu Rate zu ziehen. Grundschulen wird die Methode "Lesen durch Schreiben" empfohlen. Und dann schreiben Schüler so: "Di Bollitzei isst grade hir langgefaarn." Irgendwann ab der dritten Klasse soll das Kauderwelsch im Kopf wieder gerichtet werden - ohne Druck versteht sich. Was dabei raus kommt, steht bei Facebook.

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