Weitere Ideen für Greizer Reha-Zentrum

Greiz  Edgar Franke (SPD) diskutiert die Vision

Edgar Franke in Grei

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Foto: Tobias Schubert

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Die Idee eines Reha-Zentrums für Greiz treibt die Initiatoren um Domenica Bretschneider weiter um. Nun hatte man in die Stadtmühle eingeladen, um sich weitere Informationen zu holen, die die Vision Wirklichkeit werden lassen soll. Auf Vermittlung der SPD-Bürgermeisterkandidatin Ines Wartenberg war Edgar Franke (SPD) nach Greiz gekommen, der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag in der vergangenen Legislaturperiode.

Greiz biete schon einiges, so Franke, der sich am Nachmittag bei einem Stadtrundgang auch ein Bild von der Park- und Schlossstadt gemacht hatte. Die Frage sei, was man in der Stadt unter gesundheitspolitischem Aspekt und eingebettet in kommunalpolitische Strukturen erreichen könne. Die flächendeckende gesundheitliche Versorgung sei deutschlandweit ein Thema, auch wenn Greiz mit dem Krankenhaus gut aufgestellt sei, brauche man weitere Perspektiven. Zudem bestünde Bedarf beispielsweise im Bereich der Psychiatrie oder Orthopädie, so Franke, der auch darauf hinwies, dass es für ein Reha-Zentrum nicht nur einen Investor sondern auch einen Kostenträger, etwa eine Krankenkasse, benötige. Er empfahl mehrere Vorhaben zu verknüpfen, um verschiedene Fördermöglichkeiten auszuschöpfen, so etwa die Innenstadtsanierung mit dem Bau eines Reha-Zentrums.

Der Bürgermeisterkandidat Holger Steiniger (Linke) brachte auch die Bundeswehr als Kostenträger ins Spiel, etwa für zurückkehrende Soldaten. Sein Mitbewerber um den Sessel des Rathauschefs, Jörg Geißler (IWA) wies darauf hin, dass die Stadt keinesfalls ein Reha-Zentrum allein finanzieren könne. Er sehe es aber als Aufgabe eines Bürgermeisters, Bretschneider nicht allein zu lassen.

Ines Wartenberg sprach von einer „sehr, sehr langen Zeitschiene“, die das Projekt benötige. Es sei im Moment noch nicht der richtige Zeitpunkt, „Ja oder Nein zu sagen“. Man müsse erst noch mehr Informationen sammeln. Kandidat Alexander Schulze (parteilos, von der CDU aufgestellt), der derzeit noch Leiter des Servicezentrums der Krankenkasse DAK Gesundheit ist, zeigte sich vorsichtiger, was die Idee betrifft. In den letzten Jahren hätten 250 Kliniken schließen müssen, weil sie nicht genug Auslastung hatten. Zudem setzten alle Träger vermehrt darauf, ambulante Möglichkeiten zu stärken. Er wisse daher nicht, wie realistisch ein neuer Standort sei, sehe es aber natürlich auch als seine Aufgabe als Verwaltungschef zum Beispiel mit potenziellen Investorengruppen zu sprechen.

Tobias Schubert meint, Geduld ist nötig

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