Zeit, dass sich etwas ändert: Jana Borath über Theorie und Wirklichkeit

Es sollte die gute Nachricht kurz vor dem Wochenende werden. Die Schmöllner Stadtwerke können die Öffnungszeiten ausdehnen und sogar die Frühschwimmer damit bedenken, die aktuell das Nachsehen haben.

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Doch der neue Dienstplan ist schon wieder unaktuell. Eine weitere Mitarbeiterin des Badbetriebes fällt – zusätzlich zu bereits langzeitkrank Gemeldeten – aus. Das hehre Ziel, es der gesamten Freibad-Kundschaft recht zu machen, ist damit erneut in weite Ferne gerückt.

Personalmangel ist der Feind jedes Dienstplanes. Freibadbetreiber spüren dies spätestens, wenn die Sommersaison naht. Ganzjahres-Einrichtungen wie das Tatami haben damit dauerhaft zu kämpfen. Fachangestellte für Bäderbetriebe sind inzwischen deutschlandweit so rar gesät, dass man sie selbst mit großer Lupe nur noch selten findet. Und wenn sich Quereinsteiger wie in Schmölln für diese Ausbildungsrichtung interessieren – es gibt immerhin einen Intensivkurs über einige Monate, danach haben sie den Abschluss in der Tasche –, müssen sie zuvor vier Jahre am Stück als Rettungsschwimmer arbeiten.

Zum leer gefegten Fachkräftemarkt kommen also noch Richtlinien und Vorgaben, die an der Realität völlig vorbei gehen. Das fällt inzwischen einer ganzen Branche auf die Füße. Und Badbetriebe wie in Schmölln, Gößnitz, Vollmershain oder Altkirchen nehmen durch die Auswirkungen dieser Mängel langfristig Dauerschaden.

Mehr Stunden für Freibad-Gäste in Schmölln

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