AfD-Kreisverband Greiz-Altenburger Land schickt Sickmüller nach vorn

Rositz  Kandidat für Landratswahl ist gewählt

Andreas Sickmüller will parteiloser Landrat für das Altenburger Land werden.

Andreas Sickmüller will parteiloser Landrat für das Altenburger Land werden.

Foto: Christine Schimmel

Nach Oppositionsarbeit unter anderem im Bürgerforum Altenburger Land, soll Andreas Sickmüller als Kandidat für die AfD in den Landratswahlkampf 2018 gehen. Das entschied der AfD-Kreisverband Greiz-Altenburger Land am Sonntag mit 14 von 15 Stimmen. Damit setzten die Stimmberechtigten auf den einzigen Vorschlag der Liste.

Kandidat will als Landrat „Experimente“ beenden

Sickmüller will bewusst als parteiloser Kandidat antreten, um für alle, egal mit welcher Parteivorliebe, wählbar zu sein. „Ich vertrete trotzdem zu 98 Prozent die politischen Ziele der AfD“, sagte er. Neben den laut Kommunalordnung auf den Landkreis übertragenen Aufgaben, will er mit ökonomischem Sachverstand, Weitblick und im Sinne des bestmöglichen Gemeinwohls als Landrat des Altenburger Landes die „gesellschaftspolitischen Experimente“, die seiner Ansicht nach seit 2015 im Landratsamt gemacht wurden, beenden. Er fordert auch die ausreichende finanzielle Ausstattung des Kreises vom Land. „Die Rekordsteuereinnahmen sollen im Landkreis und in den Kommunen ankommen“, sagte er.

Die schon vor 2015 hierzulande forcierte Migrationspolitik müsse seiner Ansicht nach geändert werden. „Die Integration von rund 50 Prozent der muslimischen Migranten, auch auf dem Arbeitsmarkt, ist nicht möglich und von ihnen nicht gewünscht“, meinte er und forderte die Verteilung der dafür aufgewendeten Gelder für die heimische Bevölkerung.

Der freiberufliche Berater will sich im Falle seiner Wahl den Fehlentwicklungen der Vergangenheit kritisch gegenüberstellen. „Auch im Umgang mit den Unternehmern im Landkreis ist ein neues Format nötig. Hier muss ein Dialog zwischen Landkreisverwaltung und allen Unternehmen entstehen und nicht wie bisher auf persönlichen Sympathien oder Parteizugehörigkeit basieren“, gab er einen Ausblick auf seine Prioritäten. Eine verbesserte Informationspolitik zu kritischen Themen steht ebenso auf seiner Agenda wie die verstärkte Wahrnehmung von Bürgerinteressen. Denn, wie er findet, muss „der Landkreis hinter der Mehrheit der Bürger stehen.“ Er erklärte außerdem, sich für die Altersprüfung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und die Prüfung und konsequente Umsetzung der Abschiebungen von geduldeten Flüchtlingen einzusetzen, auch wenn dies nur begrenzt in der Entscheidungsgewalt des Landrates liege.

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