Der 9. November ist ein Tag mit zwei Seiten in der Zeitgeschichte. Zum einen ein Tag der Freude wegen des Mauerfalls vor 25 Jahren, zum anderen ein Tag schlimmster Verbrechen zur Pogromnacht in Nazi-Deutschland. Anlässlich des Gedenktages haben sich Landespolitiker zu Wort gemeldet.

Erfurt. Als Symbol brutaler staatlicher Gewalt werde dieser Tag im kollektiven Gedächtnis des Landes verankert bleiben, sagte Landtagspräsident Christian Carius (CDU) und erinnerte an brennende Synagogen und die über 1300 Toten. SPD-Landtagsabgeordnete Dorothea Marx forderte, nicht zuzulassen, dass sich rechtes, nationalsozialistisches Gedankengut wie ein brauner Teppich in Thüringen ausbreite. Dazu brauche es eine wache und aktive Erinnerungskultur. Kein Raum für Antisemitismus und Rechtsextremismus fordert auch die Grüne Landtagsabgeordnete Madeleine Henfling. Nicht nur die Zunahme rechtsextremer Gewalt sei bedenklich. Die aktuelle Debatte zeige, dass Antisemitismus, antiislamische und antiziganistische Einstellungen tief in der Gesellschaft verankert seien.