Erfurt. Wegen steigender Wohnkosten wird es für viele Haushalte finanziell immer enger. Welche Erfahrungen Schuldnerberatungsstellen mit einem Hilfsfonds haben, der kaum genutzt wird.

Man habe man mit weitaus mehr Anträgen gerechnet, erklärt Nadine Schmidt von der Awo in Eisenach. Dabei wurden bei der dortigen Schuldnerberatungsstelle bislang noch die meisten Anfragen für den Härtefallfonds zur Abwendung drohender Energiesperren bewilligt: Sieben von den insgesamt gerade einmal 14 Haushalten thüringenweit, die laut Rechnung der Liga Thüringen bis Anfang Juli auf diese Hilfe zurückgegriffen haben. Bislang habe noch kein Ratsuchender gezielt nach diesem Fonds gefragt, man müsse sie direkt darauf ansprechen, konstatiert Beraterin Schmidt und verweist auf ein Kommunikationsproblem. Es wäre zielführend, wenn die Anbieter bei Zahlungsrückständen und drohender Abschaltung ihre Kunden direkt auf diese Hilfen hinweisen würden.