Bürgermeistergehalt in Rosenthal am Rennsteig beschlossen

Rosenthal am Rennsteig  Zur letzten Sitzung des übergroßen Gemeinderates an den Zusammenhalt appelliert

Der große Gemeinderat von Rosenthal am Rennsteig hat in seiner letzten Sitzung das künftige Bürgermeistergehalt beschlossen.

Der große Gemeinderat von Rosenthal am Rennsteig hat in seiner letzten Sitzung das künftige Bürgermeistergehalt beschlossen.

Foto: Daniel Volkmann

Zum letzten Mal kam in dieser Woche der vorübergehend 46-köpfige Gemeinderat von Rosenthal am Rennsteig in dieser Größe zusammen. Nach der Wahl am Sonntag wird das Gremium nur noch 16 Sitze haben.

Die künftigen Gemeinderatssitzungen dürften dann wieder in einer geeigneteren Räumlichkeit als das Foyer des Rennsteigsaales stattfinden, in dem ohne Lautsprecheranlage den Ausführungen des Beauftragten Manfred Jahn nur mit größter Anstrengung zu folgen war. Bevor es an die Beschlussfassung der für den öffentlichen Sitzungsteil vorgesehenen Tagesordnungspunkte ging, ergriff Wolfgang Einsiedel (FW/CDU), der nicht mehr für den neuen Gemeinderat kandidiert, das Wort. Er dankte zunächst Manfred Jahn für dessen Arbeit, die er seit Jahresbeginn als Beauftragter für Rosenthal am Rennsteig wahrgenommen hatte. Und dann appellierte Einsiedel an die künftigen Gemeinderatsmitglieder, die am kommenden Sonntag gewählt werden. Es dürfe nicht mit Neid und Missgunst agiert werden, alle Orte seien unbedingt als gleichberechtigt zu achten, so Einsiedel.

Als negatives Beispiel erinnerte Einsiedel an die Absage des MDR-Sommernachtsballs. „Das war eine Chance zur Werbung für unsere neue Gemeinde ohnegleichen gewesen“, meinte Einsiedel. Rosenthal am Rennsteig und der künftige Bürgermeister hätten positiv ins Scheinwerferlicht gerückt werden können. Als geradezu empörend fand es der Blankensteiner, wie die Verwaltung die Beschlussvorlage Ende April zur Gemeinderatssitzung vorgetragen hatte. Jahn habe da geäußert, dass er den Vertrag aufgrund der mit dieser Veranstaltung verbundenen Kosten nicht unterschreibe. Letztlich habe es dann auch eine mehrheitlich ablehnende Haltung im Gemeinderat gegeben.

„Die Kosten, die für den MDR-Sommernachtsball aufgelaufen wären, lagen über der Zahl des Landkreisfestes“, rechtfertigte Jahn seine ablehnende Haltung. Seiner Ansicht nach wäre es sinnvoll gewesen, den Sommernachtsball ein Jahr später stattfinden zu lassen, „wenn sich die neue Gemeinde richtig gefunden hat und alles steht“. Ansonsten pflichtete Jahn den Ausführungen von Einsiedel bei. „Die Einigkeit in der Gemeinde wird sicher ihre Zeit brauchen“, sagte Jahn, „der neue Gemeinderat muss das gesamte Gebiet im Auge haben.“ Für jedes einzelne Gemeinderatsmitglied gelte es, sich über die Belange in allen Ortsteilen zu informieren. „Nur so kann man zusammenwachsen.“

Wesentliches Thema dieser letzten Gemeinderatssitzung waren die Beschlüsse zur Gehaltseinstufung des künftigen Bürgermeisters und zur Dienstaufwandsentschädigung sowie die Aufwandsentschädigung für den ehrenamtlichen Beigeordneten der Gemeinde, der aus den Reihen des neuen Gemeinderates zu wählen sein wird. Bei 4048 Einwohnern in Rosenthal am Rennsteig sind für das Bürgermeistergehalt die Besoldungsstufen A 13 und A 14 möglich. Auf Nachfrage wurde erläutert, dass die Besoldungsstufe A 13 ein Bruttogehalt von 5100 Euro vorsieht, während es bei A 14 knapp 400 Euro mehr sind. Mehrheitlich fiel die Entscheidung für das niedrigere Bürgermeistergehalt.

Die Dienstaufwandsentschädigung für den künftigen hauptamtlichen Bürgermeister ist auf 167 Euro monatlich festgelegt worden. Hier wäre ein Höchstbetrag von 206 Euro möglich gewesen, wie Jahn auf Nachfrage erklärte. Die Aufwandsentschädigung für den ehrenamtlichen Beigeordneten ist auf 327 Euro festgesetzt worden.

Meine Meinung: Peter Hagen hofft das Beste

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