Der alte Stadtrat will dem Sport in Gera Gutes tun

Gera  Sportvereine sollen ab 2020 in den Genuss zusätzlicher Gelder für die Sportförderung kommen: Sowohl für kostenloses Training, als auch für Wettkämpfe.

Die Benachteiligung für die Schwimmer im Hofwiesenbad in Gera soll absehbar beendet werden. Archivfoto: Sascha Fromm

Foto: Sascha Fromm

Große Einigkeit herrschte gestern unter Geras Stadtratsmitgliedern, als es darum ging, dem Geraer Sport Gutes zu tun.

Auf Antrag der Fraktionen Die Linke, CDU, Bürgerschaft Gera und SPD sollen existierende Satzungen so geändert werden, dass Sportvereine ab dem Jahr 2020 in den Genuss zusätzlicher Gelder für die Sportförderung kommen. Sowohl für kostenloses Training, als auch für Wettkämpfe.

Möglich wird das mit der Ankündigung des Landes, jährlich fünf Millionen Euro zusätzlich an die Kommunen auszuzahlen. Für Gera bedeutet das, 250.000 Euro mehr zu haben. „Für die Sportförderung, nicht für die Sportstättenförderung“, betonte Fraktionschef Andreas Schubert von den Linken. „Wir wollen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Sport“, sprach er die Benachteiligung der Schwimmer an, die für ihr Training noch Eintritt zahlen. Schubert kritisierte, dass es der Stadtverwaltung noch nicht gelungen ist, Satzungen bis zur Sommerpause anzupassen. „Dazu sind wir erst in der Lage, wenn Rechtsverordnungen des Landes vorliegen“, sagte gestern René Soboll, Fachdienstleiter Sport und Ehrenamt. Er war gerade erst von einer Sportämterkonferenz zurückgekehrt, auf der sich gezeigt hätte, dass noch ganz viele Fragen offen seien. „Voraussichtlich im Herbst“, so sagte er, solle es einen Fahrplan für die Umsetzung des neuen Thüringer Sportfördergesetzes geben.

Dass davon auch Großveranstaltungen des Sports etwas haben, dafür plädierte SPD-Fraktionschefin Monika Hofmann und Michael Kneisel, Fraktionschef der Bürgerschaft,würdigte die politische Leistung, die viel Geld nach Gera bringt. Andreas Kinder (CDU) erinnerte an die 16.000 im Stadtsportbund organisierten Sportler und meinte, dass auch Vereine, die keine städtischen Objekte pachten, etwas vom neuen Sportfördergesetzt haben sollten. Schützenvereine nannte er als Beispiel. Selbst ist er Mitglied der Privilegierten Schützengesellschaft.

Den Bogen zu seinem Verein schlug auch Bürgermeister Kurt Dannenberg (CDU). Seit 15. März ist er Vorsitzender des Schwimmvereins Gera. Er bedankte sich für das Abschiedsgeschenk des Stadtrates und erwähnte, dass er Deutscher Meister im Schwimmen ist. Der mehrheitlich gefasste Beschluss beauftragt die Stadtverwaltung. Wie das Geld verteilt wird, entscheidet der neue Stadtrat.

Meine Meinung: Sylvia Eigenrauch üb er Abschied und Ausschreibung