Eisenbergs Spritzeisbahn soll abgebaut werden

Eisenberg  Vor drei Jahren wurde die Anlage als Vorhaben im Stadtentwicklungskonzept gebaut. Seitdem konnte sie noch nicht genutzt werden.

Trostlos: Die Spritzeisbahnfläche in Eisenberg. Die vor drei Jahren als Vorhaben im Stadtentwicklungskonzept gebaute Freizeitfläche konnte bisher nicht genutzt werden und soll zugunsten weiterer Wohnmobil-Stellplätze, die der Stadt Einnahmen bringen, zurückgebaut werden. Foto: Angelika Munteanu

Trostlos: Die Spritzeisbahnfläche in Eisenberg. Die vor drei Jahren als Vorhaben im Stadtentwicklungskonzept gebaute Freizeitfläche konnte bisher nicht genutzt werden und soll zugunsten weiterer Wohnmobil-Stellplätze, die der Stadt Einnahmen bringen, zurückgebaut werden. Foto: Angelika Munteanu

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Während anderswo Spritzeisbahnen für die Schlittschuhlauf-Saison fit gemacht werden, will sich Eisenberg nun endgültig von seiner Eislauffläche verabschieden.

Im Vorjahr hatte es um die Fläche gegenüber dem Tiergarten bereits Debatten in Stadtratskreisen gegeben. Nun steht es Schwarz auf Weiß im Entwurf des Investitionsplanes zum Stadthaushalt 2017: Die Eislaufbahn soll zu Gunsten von zusätzlichen Stellflächen für Wohnmobile wieder zurückgebaut werden. Das sorgte für neuerliche Diskussionen am Donnerstagabend unter den Stadträten im Hauptausschuss.

Fakt ist: Die Spritzeisbahn-Fläche, die vor drei Jahren in Kombination mit den Stellplätzen für Wohnmobile auf einem einstigen Lagerplatz nahe dem Mühltal gebaut wurde, konnte bis heute nicht zum Schlittschuhlaufen genutzt werden. Gebaut wurde sie im Jahr 2013 nach mehreren langen eisigen Wintern. Als sie errichtet war, war jedoch Schluss mit langen Frostperioden über die Winterzeit. Vor etwa einem Jahr hatte es nach einigen eisigen Tagen den Versuch gegeben, die Fläche fürs Eislaufen herzurichten. Da Stadträte in dem Glauben waren, dass die Anlage der technischen Überwachung bedürfte, ließ die Stadt den Tüv anrücken. Der Tüv aber wurde tatsächlich gar nicht benötigt. Fürs Eislaufen war es jedoch zu spät, da Tauwetter einsetzte.

Stadtrat Michael Schewe (SPD) fragte in der Hauptausschusssitzung am Donnerstagabend mit Sorge, wie man den Bürgern vermitteln will, dass die erst vor drei Jahren errichtete Freizeitanlage jetzt wieder abgerissen werden soll. Er erinnerte daran, dass die Neugestaltung des Platzes am östlichen Ortseingang von Eisenberg Teil des Stadtentwicklungskonzeptes für Eisenberg bis zum Jahr 2020 ist. Und daran, dass der Umbau erhebliches Geld gekostet hatte.

Etwa 160 000 Euro hatte die Stadt in den Umbau des alten Lagerplatzes zu einem Wohnmobil-Stellplatz mit der Eislaufrund daneben investiert. Und auch der geplante Rückbau und die geplante Schaffung zusätzlicher Wohnmobil-Stellplätze wird Geld kosten.

Die Stadtverwaltung begründet ihr Vorhaben mit der Hoffnung auf zusätzliche Einnahmen. Der Wohnmobil-Stellplatz werde von sehr vielen Wohnmobilisten genutzt, die Eisbahn sei hingegen noch nie offiziell genutzt worden, argumentierte die Bauamtsleiterin Gabriele Daßler. Baulich solle auch nicht alles eingeebnet werden, sondern auf der Fläche zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. "Damit wird aber keine Nutzung als Eisenbahn mehr möglich sein", erklärte die Leiterin des Amtes für Bauen und Wirtschaftsförderung. Trotz dieser und weiterer Debatten zu Investitionsvorhaben stimmten die Mitglieder des Hauptausschusses dem Entwurf zum Stadthaushalt 2017 und dem enthaltenen Investitionsplan einstimmig zu. Der Stadtrat soll den Stadthaushalt in seiner nächsten Sitzung am 15. Dezember beschließen.

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