Fackelumzug in Pößneck vermutlich anlässlich des alliierten Bombenabwurfes 1945 in Thüringen

Pößneck  Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Die Veranstalter waren nicht bereit, mit der Polizei zu sprechen.

Fackelumzug in Pößneck vermutlich zur Erinnerung an den Bombenabwurf der Alliierten vom 8 bis 10. April 1945. Foto: OTZ

Fackelumzug in Pößneck vermutlich zur Erinnerung an den Bombenabwurf der Alliierten vom 8 bis 10. April 1945. Foto: OTZ

Foto: zgt

Eine Gruppe von etwa 50 größtenteils junger Leute demonstrierte am Freitagabend in Pößneck mitten auf der Straße. Ein fast unleserliches Spruchband, für das es im sozialen Netzwerk Facebook schon am Abend Häme gab, sollte offenbar an den Bombenabwurf der alliierten Streitkräfte Anfang April 1945 in Thüringen erinnern. Fleißig wird im Netz debattiert, ob auf dem Spruchband nun „Kriegsverbrecher“ oder „Kriegsverarscher“ steht, ebenso werden Fehler in Rechtschreibung und Grammatik festgestellt.

Die Polizeiinspektion Saale-Orla in Schleiz, die auf OTZ-Anfrage vorher keine Kenntnis von der Veranstaltung hatte, vermutet eine Thügida-Aktion. Bemühungen vor Ort, einen Kontakt mit den Organisatoren herzustellen, schlugen fehl. Niemand sei bereit gewesen, mit der Polizei zu reden. Gegen die Teilnehmer werde nun wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.