Feuerwehr-Fahrzeug wird von Bad Lobenstein geleast

Geld für Alternativ-Fahrzeug für die Bad Lobensteiner Stützpunktfeuerwehr soll binnen zwei Jahren angespart werden. Entscheidung zu Neuanschaffung oder Gebraucht-Fahrzeug mit städtischen Investitionskosten von 205 000 bis 225 000 Euro.

Das betagte Mercedes-Löschfahrzeug der Bad Lobensteiner Feuerwehr wird für zwei ­Jahre durch ein Miet-Fahrzeug ersetzt. Foto: Peter Hagen

Das betagte Mercedes-Löschfahrzeug der Bad Lobensteiner Feuerwehr wird für zwei ­Jahre durch ein Miet-Fahrzeug ersetzt. Foto: Peter Hagen

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Bad Lobenstein. Kurzfristiger Ersatz für das betagte Feuerwehreinsatzfahrzeug der Stützpunktwehr der Kurstadt ist nach einem Beschluss im Stadtrat in die Wege geleitet worden. Überschrieben worden war die außerplanmäßige Ausgabe Ersatz LF 16 TS. Vorgesehen ist jetzt erst einmal die Anmietung eines Gebraucht-Fahrzeuges.

Der bislang genutzte alte Mercedes ist nach Aussagen aus der jüngsten Stadtratssitzung in die Jahre gekommen. Die Reparaturkosten dafür würden sehr hoch ausfallen. Nach Meinung von Spezialisten einer Fachwerkstatt lohne sich der Aufwand dafür nicht mehr. Die Konsequenz daraus ist das vorübergehende Leasing eines Löschfahrzeuges für den Zeitraum von zwei Jahren.

Im Beschluss mit enthalten gewesen ist, dass ein Beschaffungskonzept für den Erwerb eines neueren oder neuen Einsatzfahrzeuges erstellt wird. "Hierfür ist ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen", heißt es in der Vorlage, "in dem die Beschaffung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF 10 erfolgen muss. Diese Neubeschaffung beläuft sich auf eine Gesamtsumme von 280 000 bis 300 000 Euro."

Der Eigenanteil der Stadt Bad Lobenstein würde sich bei einer anvisierten Förderung durch den Freistaat Thüringen in Höhe von 75"000 Euro auf 205"000 bis 225"000 Euro belaufen. Der Förderantrag für das HLF 10 war schon 2012 gestellt worden. Im Haushaltsjahr 2013 konnten allerdings nicht die städtischen Finanzen für die Anschaffung aufgebracht werden.

"Wir verschaffen uns etwas Luft", sagte Bürgermeister Thomas Weigelt (parteilos) zu der Idee des Fahrzeug-Leasings und des für 2016 angekündigten Erwerbs. So könne die erforderliche Summe über zwei, drei Jahre angespart werden, so das Stadtoberhaupt.

Zwar war in diesem Jahr ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug durch den Saale-Orla-Kreis an die Bad Lobensteiner Wehr übergeben worden. Bei einem überörtlichen Schadensereignis, etwa bei einem Unfall auf der A 9 oder einem Katastrophen-Szenario, stünde dieses Fahrzeug allerdings nicht für einen örtlichen Einsatz zur Verfügung.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Oppel sagte, dass in den Reihen der Sozialdemokraten und der Bürger für Bad Lobenstein klar sei, dass die Problematik mit dem altersschwachen Löschfahrzeug nicht mehr hingezogen werden könne. "Wir sind aber der Auffassung, dass wir die Vorlage noch eine Sitzung schieben", ergänzte der Bad Lobensteiner. Zunächst solle eine Beratung im Hauptausschuss erfolgen. So sollten die Neustadtratsmitglieder die Möglichkeit erhalten, neu diskutieren zu können. Immerhin befinde sich die Stadt in der Haushaltssicherung.

"Ich verstehe den Wunsch", antwortete Hauptamtsleiter Rainer Scheunemann. Allerdings hatte der Anbieter des Mietfahrzeuges auf eine zeitnahe Entscheidung gedrängt.

"Wir sind dafür, dass die Feuerwehr das Fahrzeug bekommt", sagte Andree Burkhardt (CDU). Er fand es richtig, dass im Beschluss mit enthalten war, dass die Neuanschaffung erfolgen soll.

"Ich staune, dass das Fahrzeug immer noch gefahren ist", sagte Frank Weidermann (AUF). "Die Ausrüstung ist gesetzlich vorgeschrieben", ergänzte der Bad Lobensteiner. "Mir ist es wichtig, dass es nicht zu Lasten anderer Ortsteilwehren geht."

Rainer Scheunemann führte noch an, dass 20 000 Euro wahrscheinlich nicht ausreichen würden, um das betagte Fahrzeug wieder in Ordnung bringen zu lassen. Am 1."April hatte es von der Dekra kein grünes Licht mehr erhalten. Die Mängelliste: Defekte Bremsanlage an der Hinterachse, defektes Lenkgetriebe, ein durch Korrosion geschwächter Radkasten sowie der Hilfsrahmen des Tankaufbaus und stark korrodierte Kabinentüren links und rechts.

Angesichts dieses Zustandes ging der Zuschlag für das Leasing des Fahrzeuges an die Firma Ziegler. In zwei Jahren muss dafür die Summe von 20"000"Euro aufgebracht werden.

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