Forscher sehen im Osten noch lange niedrigere Renten

Berlin.  Die Regierung sieht bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ostdeutschland große Fortschritte. Doch die Renten werden laut Forschern noch lange niedriger sein als im Westen.

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Für die Bundesregierung gibt es trotz der fortschreitenden Angleichung der Lebensverhältnisse 30 Jahre nach der Einheit trotzdem weiter wirtschaftliche Unterschiede „Es gibt immer noch zu tun“, sagte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), am Mittwoch in Berlin.

Dem Osten fehlen weiter größere Unternehmen

Aus dem Jahresbericht zum Stand der Einheit geht hervor, dass sich die Wirtschaftskraft der neuen Länder seit der Wiedervereinigung vervierfacht hat. Allerdings fehlten nach wie vor wirtschaftsstarke Regionen mit einer hohen Dichte an Arbeitsplätzen, die vor allem von größeren, forschungsstarken und international orientierten Unternehmen angeboten werden.

Wanderwitz zog eine überwiegend positive Bilanz zum 30. Jubiläum der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Es gebe mehr Gemeinsames als Trennendes.

Für die Bundesregierung bleibe es wichtig, alle Tendenzen zur Verklärung und Verharmlosung der DDR entgegenzutreten, heißt es in Schlussfolgerungen des Kabinetts zum Jahresbericht. „Die Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen ist heute nach wie vor notwendig für ein gesamtdeutsches Selbstverständnis, welches das Leid der Opfer einbezieht und auf dem uneingeschränkten Bekenntnis zu Freiheit. Demokratie und Rechtsstaat basiert.“ Zugleich sollten die Lebensleistungen vieler Bürger angemessen gewürdigt werden.

DIW: Alterseinkommen im Osten noch viele Jahre niedriger

Die Alterseinkommen im Osten werden jedoch aus Sicht des DIW noch viele Jahre niedriger sein als im Westen. Zwar bekämen viele Ostdeutsche mehr Geld aus der staatlichen Rentenkasse, weil sie mehr Beitragsjahre aufweisen. Rentner im Westen könnten aber stärker von Vermögen zehren, etwa durch Mieteinnahmen und private Renten, wie Johannes Geyer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) am Mittwoch in einer Bilanz nach 30 Jahren Einheit erläuterte.

Weil im Westen die Einkommen höher seien, könnten die Menschen dort durch private Vorsorge mehr Vermögen aufbauen. „Wir sollten abwarten, bis sich die Einkommen stärker angeglichen haben, und dann

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