Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit in Jena gestartet

Jena  Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena ist jetzt als als „Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit“ offiziell eröffnet.

Dr. Matthias Quent, Leiter Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena Foto: IDZ

Dr. Matthias Quent, Leiter Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena Foto: IDZ

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Es verstehe sich als „bundesweit einmaliges Pionierprojekt“, das wissenschaftliche Expertise mit praktischen Erfahrungen zum Kampf um Demokratie verbinde, sagte der Direktor des Instituts, Matthias Quent, am Donnerstag in Jena. Eine solche Einrichtung sei besonders in Thüringen wichtig, wo Vorurteile gegen Menschen aus Einwandererfamilien weit verbreitet seien. Das Institut hatte bereits vor etwa einem halben Jahr seine Arbeit aufgenommen.

Das IDZ, das in der Vergangenheit auch „Dokumentationsstelle für Menschenrechte“ genannt wurde, war vor allem auf Initiative der Linken von der rot-rot-grünen Koalition gegründet worden. Es soll unter anderem Strategien für den Kampf gegen menschenfeindliche Einstellungen erarbeiten. Der Aufbau eines solche Instituts war auch von den Mitgliedern des ersten Thüringer NSU-Untersuchungsausschusses gefordert worden.

Das IDZ wird von der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin getragen. CDU und vor allem AfD bekräftigten ihre Kritik an dem Institut. Es sei „offenkundig linksradikal und einseitig ausgerichtet“, erklärte der Justizpolitiker der AfD-Landtagsfraktion, Stephan Brandner.

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