Funkmast-Debatte sorgt für Unmut im Wurzbacher Stadtrat

Die anhaltende Debatte um den Heinersdorfer Funkmast, auf dem ein weithin sichtbares Kreuz errichtet werden sollte, sorgte am Donnerstagabend für Misstimmung unter einigen Wurzbacher Stadträten. Auslöser war in der Bürgerfragestunde die forsch vorgetragene Anfrage von Peter Narr aus dem Wurzbacher Ortsteil Heinersdorf, was denn beim Rückbau des Mobilfunk-Turmes schief gelaufen sei.

Auf einer Foto-Montage ist das Holzkreuz von Heinersdorf auf dem Stumpf des ehemaligen Funkmast installiert. Foto-Montage: Dr. Wolfgang Bohn

Auf einer Foto-Montage ist das Holzkreuz von Heinersdorf auf dem Stumpf des ehemaligen Funkmast installiert. Foto-Montage: Dr. Wolfgang Bohn

Foto: zgt

Wurzbach. "Wir haben doch nun oft genug darüber geredet, längst Einigung erzielt und das auch öffentlich mehrfach dargestellt. Redet miteinander und nicht übereinander", sagte Steffi Walther, Vereinswählergemeinschaft (VWG) vergnatzt. Und Carmen Wiesel (Linkspartei) fügte an: "Ihr müsst doch im Ort miteinander reden, aufeinander zugehen, miteinander sprechen. Wir können das hier nicht für euch klären."

Auslöser war in der Bürgerfragestunde die forsch vorgetragene Anfrage von Peter Narr aus dem Wurzbacher Ortsteil Heinersdorf, was denn beim Rückbau des Mobilfunk-Turmes schief gelaufen sei und ob da die Stadt mit dem übrig gebliebenen Turmstumpf auf Kosten sitzen bleibt?

Sanft aber bestimmt wiederholte Bürgermeister Jan Schübel (CDU-BU) die Sachlage. Demnach habe, noch vor seinem Amtsantritt, die Kirchgemeinde mit Billigung des Ortsteilrates den Antrag auf Erwerb des Grundstücks gestellt, um dort auf dem Stumpf ein Kreuz zu errichten. "Deshalb gab es auch seitens des Stadtrates keine Einwände. Daraufhin wurde vertraglich festgelegt, dass der Funkturm bis auf den Stumpf abgerissen wird."

Das ist erfolgt, aber es brach eine öffentliche Debatte los, über die mehrfach berichtet wurde. Denn am Mast sollte auf Initiative der Kirchgemeinde Heinersdorf-Helmsgrün ein 6,80 Meter hohes und 4,50 Meter breites Holzkreuz angebracht werden. Die große Mehrheit der Heinersdorfer lehnt dies ab. Die Kirchgemeinde mit Pfarrer Thomas Stein sucht derweil nach einem Alternativ-Standort.

Inzwischen habe es weitere Gespräche gegeben. "Die Kirchgemeinde verzichtet inzwischen auf den Kauf des Grundstückes und stellt den Deckel für den Stumpf zu Verfügung, so dass er - wie vorgeschlagen - begrünt werden kann", so Schübel. Und er fügte klar an: "Keinesfalls werden wir den Mast auf unsere Rechnung zurückbauen und uns so als Kommune irgendwelche Kosten aufbürden."

Der Heinersdorfer Gerd Nagel warf kritisierend ein, dass offenbar die Mehrheit der Einwohner des Wurzbacher Ortsteiles vom Heinersdorfer Ortschaftsrat bislang nicht befragt wurde und es dazu auch nicht nochmals eine öffentliche Versammlung gegeben habe. "Dann müsst ihr das mit eurem Ortschaftsrat klären", so der erklärte abschließende Standpunkt des Wurzbacher Bürgermeisters.

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