Gera schrumpft um 8700 Quadratmeter

Flurbereinigung im Gessental schafft neben neuen Grenzen eindeutige Zuständigkeit für Wege und Anlagen

 Blick von der Drachenschwanzbrücke ins Gessental.

Blick von der Drachenschwanzbrücke ins Gessental.

Foto: zgt

Gera. Mit der Gemeinde Kauern und der Stadt Ronneburg hat das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung die neuen politischen Grenzen im Gessental abgestimmt.

Nun soll der Geraer Stadtrat am 13. September sein Einverständnis für die geänderte Stadtgrenze geben. Um 8700 Quadratmeter und damit auf insgesamt 152,2573 Quadratkilometer verkleinert sich das Gebiet der Stadt Gera.

"Wir haben nicht willkürlich Gemarkungsgrenzen geändert", sagt Markus Dölle, Gruppenleiter Bodenordnungsgruppe von der Flurordnungsbehörde, die das Flurbereinigungsverfahren schon im Jahr 2000 anordnete. Ziel sei es, widerspruchsfreie Eigentums- und Nutzungsverhältnisse zu schaffen, Grundstücke sinnvoll an öffentliche Wege anzubinden, Zuständigkeiten für den Unterhalt der Anlagen eindeutig zuzuordnen. Abgestimmt mit der Eigentümergemeinschaft wurde ein Wege- und Gewässerplan ausgearbeitet und im Buga-Vorfeld umgesetzt. Die Neuregulierung bilde jetzt den Abschluss des Verfahrens, so Dölle. "Wir haben bei der Neufestlegung der Gemeindegrenzen versucht, dass jeder so viel abgibt, wie er dazu bekommt", erklärt der Gruppenleiter. Gera habe dabei beispielsweise auch eine Exklave auf Ronneburger Gebiet abgegeben.

Parallel zur neuen Grenzziehung wurden Grundstückseigentümer zur ihren Planungswünschen angehört. Ein Großteil habe diese Beratungsgespräche angenommen, die im wesentlichen abgeschlossen seien. In insgesamt 90 unterschiedlichen Ordnungsnummern wurden die Grundstückssachen im Gessental gegliedert. Dabei ist eine Nummer einer Person zugeordnet, auch wenn diese mehrere Grundstücke ihr Eigen nennt. Mit der neuen Grenzziehung, so Dölle, konnten damit zugleich auch Flurstücke auf Wunsch neu zugeschnitten werden.