Gewährsmann vom Thüringer Verfassungsschutz soll NSU-Trio geholfen haben

Das Magazin Der Spiegel berichtete gestern, die Person "Alex" habe das Fluchtauto abgeholt.

Im Oberlandesgericht Mündchen soll ab dem 17. April 2013 der NSU-Prozess beginnen.  Foto: Archiv

Im Oberlandesgericht Mündchen soll ab dem 17. April 2013 der NSU-Prozess beginnen. Foto: Archiv

Foto: zgt

Hamburg. Am Untertauchen der mutmaßlichen NSU-Rechtsterroristen 1998 ist einem Medienbericht zufolge auch eine Quelle des Thüringer Landesverfassungsschutzes beteiligt gewesen. Wie "Der Spiegel" gestern berichtete, half ein sogenannter Gewährsmann, das auf dem Weg nach Sachsen offenbar mit einer Panne liegen gebliebene Fluchtauto wieder zurück nach Thüringen zu bringen.

In seiner Vernehmung habe die unter dem Namen "Alex" geführte Person angegeben, im Auftrag des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf W. nach Sachsen gefahren und von dort das Fahrzeug abgeholt zu haben. Obwohl ihn ein Verfassungsschutzmitarbeiter später auf genau diesen Vorfall ansprach, verschwieg "Alex" den "kameradschaftlichen Dienst", wie es weiter hieß.

Dem Bericht zufolge hatte der Geheimdienst den vorbestraften Mann 1996 in der Haft angeworben. Er habe die Behörde dann bis mindestens August 1998 mit Tipps aus der rechten Szene versorgt.

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