Greizer Jusos: "Angebliche Gefahr aus der Luft gegriffen"

Juso-Kreisverband erklärt sich besorgt über die Entwicklung der Ereignisse nach der Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Berufsschulinternat in der Theodor-Storm-Straße 1 in Greiz.

Juso-Kreisvorsitzende Marie Mayer  Foto: privat

Juso-Kreisvorsitzende Marie Mayer Foto: privat

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Greiz. Der Greizer Juso-Kreisverband erklärt sich in einer Pressemitteilung "besorgt über die Entwicklung der Ereignisse nach der Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Berufsschulinternat" in der Theodor-Storm-Straße 1 in Greiz. Er verurteilt "Hassreden und po­litisch indiskutable Demo­kratieverleumdungen" und ruft zu Solidarität mit den Bewohnern der Zufluchtsstätte auf.Der SPD-Nachwuchs sieht "eindeutig rechte Propaganda" auf der Internetplattform der Bürgerinitiative gegen das Asyl­bewerberheim. "Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Rechtsextremisten hinter einer Tarnorganisation wie einem Verein oder einer Bürgerinitiative verstecken", so die Juso-Kreisvorsitzende Marie Mayer.

Weiter erklärt sie: "Die angebliche Gefahr und die Angst um das Viertel sind vollkommen aus der Luft gegriffen. Bisher gab es weder in Greiz noch in anderen Städten Vorfälle, die auf Flüchtlingsheime zurück zu führen sind. Vielmehr geht die Gefahr von den politischen Kräften am rechten Rand der Gesellschaft aus, die bewusst Angst und Hass schüren. So entstehen Vorurteile, die sehr schnell zu Gewalt führen können."

Landratsamt und Stadt Greiz sollten "weiterhin den Dialog mit den Anwohnern, aber auch mit den Bewohnern des Heimes suchen", so die Jusos. Sie sehen das Landratsamt ferner "in der Pflicht, die Diskriminierung von Flüchtlingen ab­zubauen". Diesen sollten Leistungen nicht mehr mit Gut­scheinen, sondern – wie fast überall in Thüringen – bar aus­gezahlt werden.

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