Hohe Hartz-IV-Quote von Jugendlichen in Gera: Doch nur Minderheit ist arbeitslos

Weil in Gera jeder sechste Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren auf Hartz IV angewiesen ist, fordert der Geraer Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) jetzt den Ausbau der sozialen und bildungspolitischen Infrastruktur.

Die Zahlen, die auch der Verein "Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe" für Gera veröffentlicht hatte, zeigen, dass Hilfsbedürftigkeit bei jungen Menschen viele Ursachen habe. So sei nur ein Fünftel der auf Hartz IV angewiesenen Jugendlichen tatsächlich arbeitslos gemeldet.

Die Zahlen, die auch der Verein "Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe" für Gera veröffentlicht hatte, zeigen, dass Hilfsbedürftigkeit bei jungen Menschen viele Ursachen habe. So sei nur ein Fünftel der auf Hartz IV angewiesenen Jugendlichen tatsächlich arbeitslos gemeldet.

Foto: zgt

Gera. Die Zahlen, die auch der Verein "Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe" veröffentlicht hatte, zeigen, dass Hilfsbedürftigkeit bei jungen Menschen viele Ursachen habe. So sei nur ein Fünftel der auf Hartz IV angewiesenen Jugendlichen tatsächlich arbeitslos gemeldet. "Die Mehrzahl dürfte also zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen", schlussfolgert der DGB. So wirkten sich Arbeitslosigkeit oder niedrige Löhne der Eltern auf deren Kinder aus.

Neben einer Investition in die Sozial- und Bildungsinfrastruktur sei es nötig, den "intransparenten Maßnahme-Dschungel" zu lichten, fordert der DGB Gera "Möglichst vorbeugende arbeitsmarkt-, bildungs- und sozialpolitische Maßnahmen sind gefragt," sagte der Kreisvorsitzende Thomas Elstner.

Arbeitsagentur: Schwieriger Vergleich

Die Geraer Agentur für Arbeit hat unterdessen die Zahlen, die der Bremer Verein veröffentlicht hatte, leicht korrigiert. So seien im September in Gera 1327 junge Leute zwischen 15 bis 25 Jahren auf Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB 2) angewiesen. Die SGB 2-Quote bei Jugendlichen unter 25 Jahren liege bei 15 Prozent, so Carsten Rebenack, Sprecher der Arbeitsagentur.

Rebenack sagte weiterhin, ein direkter Vergleich zwischen Gera und Jena, wo nur jeder zwanzigste junge Mensch Hartz IV bekommt, sei schwierig. Von der Struktur des Arbeitsmarkts unterscheiden sich beide Städte, Rebenack nannte als Beispiel Jenas Studenten und Technologieunternehmen. Im Vergleich von Städten, die es wie Gera auf dem Arbeitsmarkt ähnlich schwer haben – dazu zählen etwa Chemnitz und Dresden – liege Gera im Mittelfeld.

Jeder sechste Jugendliche in Gera erhält Hartz IV

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