Jenaer SPD-Stadträte für moderate Neuverschuldung bei wichtigen Projekten

Jena  Vor allem der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur soll nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden.

Jörg Vogel, SPD-Fraktionschef im Stadtrat (rechts). Foto: Lutz Prager

Jörg Vogel, SPD-Fraktionschef im Stadtrat (rechts). Foto: Lutz Prager

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Innenstadt von Jena attraktiver machen, das bedeutet nicht nur, für einen Neuanfang am Eichplatz zu sorgen, sondern vor allem auch, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern.

Das haben jetzt noch mal die SPD-Stadtratsmitglieder Jörg Vogel und Christian Gerlitz unterstrichen. Für Gerlitz stehen der Ausbau des Straßenabschnittes zwischen den Kreuzungen Fischergasse und Anger ganz oben auf der Agenda. „Dort können wir uns die von Jahr zu Jahr wachsenden Staus täglich ansehen“, sagt der Vizechef des Stadtentwicklungsausschusses.

Auch die Verlängerung der B7 auf der Wiesenstraße in Zwätzen und die Ortsumgehung Isserstedt gehörten zu den vordringlichen Projekten, sagt Gerlitz. „Leider hat in Isserstedt das Land die Planungshoheit, und uns sind die Hände gebunden.“

SPD-Fraktionschef Jörg Vogel befürwortet wie Gerlitz, dass für die Realisierung wichtiger Infrastrukturprojekte auch wieder die Aufnahme von Krediten geprüft werden sollte. „Wir haben die Verschuldung der Stadt enorm abgebaut, aber es ist in der Niedrigzinsphase sicher nicht verkehrt, langfristig zu investieren, statt bis 2024 die Verschuldung auf Null zu reduzieren“, sagt Vogel. Dem stimmt Gerlitz zu: „Jena muss sich seiner Rolle als wachsende Stadt und als Oberzentrum für die Region bewusst sein.“

In diesem Sinne sind beide Stadträte sehr froh darüber, dass es bei den Planungen für den Eichplatz einen Neuanfang mit Bürgerbeteiligung gibt. „Mit den Ergebnissen der Workshops mit den Bürgern werden wir nun 2017 eine neue Planung auflegen und damit beginnen, mögliche Investoren zu suchen“, sagt Vogel. Die Variante mit den drei Hochhäusern auf dem Eichplatz (wir berichteten) gefalle ihm gut. Nun müsse man sehen, ob das jemand so bauen will. Vogel: „So wie er jetzt aussieht, als konservierter DDR-Aufmarschplatz ‚Platz der Kosmonauten‘, darf der zentrale Platz in Jena jedenfalls nicht bleiben.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren