Kreis-CDU: Schulen im Kreis um jeden Preis erhalten

Eisenberg  Jahresempfang mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: Wahlkampf-Schwerpunkte sind kommunaler Finanzausgleich und Bildung.

Etwa 200 Gäste, darunter viele Kommunalpolitiker, hörten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (Mitte) beim Jahresempfang der CDU Saale-Holzland in der Stadthalle Eisenberg sprechen. Kreischef Mario Voigt, JU-Kreischefin Lilly Krahner, Bundestagsabgeordneter Albert Weiler und Landtagskandidat Stephan Tiesler (v.l).

Etwa 200 Gäste, darunter viele Kommunalpolitiker, hörten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (Mitte) beim Jahresempfang der CDU Saale-Holzland in der Stadthalle Eisenberg sprechen. Kreischef Mario Voigt, JU-Kreischefin Lilly Krahner, Bundestagsabgeordneter Albert Weiler und Landtagskandidat Stephan Tiesler (v.l).

Foto: Girwert

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Dass Prominenz aus Sachsen gekommen ist, erkennen die Gäste des Jahresempfangs der CDU Saale-Holzland schon an den zwei bulligen Sicherheitsleuten, die mehr oder weniger Unauffällig über das Wohlergehen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer wachen, der als Parteifreund und Wahlkämpfer zu den Ostthüringer Parteifreunden gekommen ist.

Gut 200 Parteimitglieder und Gäste sind in die Eisenberger Stadthalle gekommen, um sich vom Regierungschef, von Landrat Andreas Heller sowie von CDU-Kreischef Mario Voigt auf ein Wahlkampfjahr einschwören zu lassen. 4,1 Prozent Arbeitslosenquote, immerhin 6,8 Millionen Euro Investitionsvolumen im Kreishaushalt und die Aussicht, künftig mit der Stadt Jena zusammen Gewerbegebiete, Wohngebiete und Schulnetzplan zu denken. Der Landrat findet, diese Bilanz könne sich sehen lassen. Im Wahlkampf um Plätze in Gemeinderäten, im Landtag und zur Europawahl werde man das nicht unerwähnt lassen.

Der Fokus, soviel ist klar, dürfte im Laufe des Jahres die Bildungspolitik werden. Heller sagte, mit dem vorliegenden Entwurf für ein Schulgesetz – zwar noch nicht im Landtag, aber im Kabinett beschlossen, drohe die Schließung von drei der vier Gymnasien im Kreis. „Da sind wir an der Seite der Lehrer.“ Kreischef Voigt versprach, mit einer CDU-Regierung werde man die ungerechte Verteilung von Geld an die Kommunen beenden. Derzeit bekommen große Städte mehr Geld pro Bürger als Gemeinden auf dem Land. Das werde man ändern, versprach Voigt, der selbst Landtagsabgeordneter bleiben will.

Auch bei der Windkraft plädierte er dafür, Bedenken der Bürger stärker zu berücksichtigen. Nur so könne man Akzeptanz erreichen – Motto dabei: Zehnmal so weit von Wohnhäusern wie das Windrad hoch ist. Kretschmer monierte ebenfalls den Einfluss der Grünen auf die Energiepolitik: Einen ideologisch begründeten Ausstieg aus der Kohle werde es mit ihm nicht geben.

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