Landratswahl Altenburger Land: Klarer Sieg für Uwe Melzer

Altenburg  CDU-Mann schafft satten Vorsprung bei gestriger Stichwahl. Michaele Sojka hat Plan B.

Die Wahl ist entschieden: Amtsinhaberin Michaele Sojka (Mitte, Die Linke) verliert gegen Herausforderer Uwe Melzer (CDU) in der Stichwahl

Die Wahl ist entschieden: Amtsinhaberin Michaele Sojka (Mitte, Die Linke) verliert gegen Herausforderer Uwe Melzer (CDU) in der Stichwahl

Foto: Jana Borath

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Die Landratswahl ist entschieden. CDU-Mann Uwe Melzer löst Amtsinhaberin Michaele Sojka ab. Das Ergebnis war mehr als deutlich. Allerdings blieb die Wahlbeteiligung am gestrigen Sonntag weit hinter der des ersten Wahlganges vor zwei Wochen. Am 15. April hatten noch 46,7 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Schon eine Stunde nachdem die Wahllokale geschlossen worden waren, stand das Ergebnis fest. Eines, das die Anhänger von CDU-Mann Melzer in der Altenburger Geschäftsstelle der Christdemokraten mit „Uwe, Uwe, Uwe“-Rufen quittierten. Schon vor zwei Wochen gab sich der Herausforderer siegesgewiss. Gestern um 19 Uhr war er vor allem eines: erleichtert. „Wir haben ein halbes Jahr lang gepowert, die letzten acht Wochen waren extrem hart für alle Wahlhelfer“, so Melzer in einem ersten Statement. Was er anders machen möchte als Michaele Sojka, die er am 1. Juli 2018 ablöst? „Was ich ändern möchte, ist der Umgang mit der Verwaltung. Die möchte ich nicht einfach so laufen lassen“, sagt er. Und er versichert zugleich: „Alle Projekte, die bisher angeschoben sind und die wir begonnen haben, werden auch weitergeführt.“ Breitbandausbau und der Ausbau der B 7 – das seien die Dinge, die er gerne auf den Weg bringen würde. Schulnetzplanung sei ein weiteres Thema: „Hier müssen wir vor allem mit den Menschen vor Ort sprechen.“ Viel Zeit zum Ausruhen sieht Melzer als CDU-Kreischef im Altenburger Land allerdings nicht. Im kommenden Jahr stehen unter anderem Kreistagswahlen an. „Bis dahin wollen wir gut aufgestellt sein“, sagt er.

Michaele Sojka (Die Linke) erwies sich gestern als Verliererin mit Stil. Als das Wahlergebnis fest stand, besuchte sie ihren Kontrahenten in der CDU-Geschäftsstelle, um ihm persönlich zum Wahlsieg zu gratulieren. „Ich wünsche ihm ein gutes Händchen und dass er zu unseren Projekten steht, die wir angeschoben haben.“ Allerdings sei dieser Gang auch ihr schwerster gewesen am gestrigen Tag, gab sie später am Abend zu. Zugleich sei sie erleichtert: „Der Wähler hat entschieden, das ist zu akzeptieren.“ Von der politischen Bühne will sie indes nicht verschwinden. Sie werde sich auf ehrenamtlicher Ebene einbringen. „Ich werde Schwerpunkte finden für mich. Und ich werde natürlich ein Auge darauf haben, dass die Projekte gedeihen, die ich als Landrätin angeschoben habe.“ Auch habe sie einen Plan B, der mindestens ebenso gut ist wie ihr Plan A: „Ich werde viel lesen, viel reisen, mit meiner Familie zusammen sein und vor allem die Oma sein können für meine Enkelkinder, die ich immer sein wollte.“

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