Remschützer klagen über Gassi-Geher und Hundekot am Kunstufer

Remschütz  Angeregte Debatte über viele Themen bei einer Einwohnerversammlung in Remschütz. Eine Debatte: Vielen Bürgern fehlt die Zustellung des Amtsblattes.

Der Wortlaut „Remschütz“ in der Steilwand in Remschütz.

Der Wortlaut „Remschütz“ in der Steilwand in Remschütz.

Foto: Guido Berg

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Bei der Bürgerversammlung im Saalfelder Ortsteil Remschütz am Montagabend stellte sich heraus, dass den Remschützern die ausbleibende Zustellung des Amtsblattes auf den Magen schlägt. Das Blatt nun, da es nicht mehr zugestellt wird, selbst aus dem Rathaus abzuholen, sei eine Zumutung, erklärte ein Remschützer.

Saalfelds Bürgermeister Steffen Kania (CDU) erklärte die Situation mit den gestiegenen Kosten, diese seien „explodiert“. Da die Verteilung nicht mehr flächendeckend sichergestellt sei, werde es nun ein Online-Version des Amtsblattes geben. „Jena macht das schon seit Jahren“, sagte der Bürgermeister. Dennoch werde das Saalfelder Amtsblatt noch zu 5000 Exemplaren gedruckt und liege im Rathaus, Bürgerhaus, in der Sparkasse und der Bibliothek zur Selbstabholung aus. Freilich könne es sich auch jeder per Post durch die Stadt zuschicken lassen, allerdings kostenpflichtig.

In der teils aufgebrachten Debatte stritten die anwesenden Remschützer über eine Vielzahl von Themen und Problemen. Ein Anwohner erklärte, er wolle die Pappeln auf dem Dorfanger „am Liebsten weghaben“. Ein anderer Remschützer beklagte den überall herumliegenden Hundekot: „Die halbe Stadt führt ihre Hunde in Remschütz zum Scheißen aus.“ Er glaubt, Hundekotbeutel könnten helfen.

Dazu erklärte Vize-Bürgermeisterin Bettina Fiedler (CDU) jedoch: „Wir haben mit den Hundekotbeuteln nur schlechte Erfahrungen gemacht.“ Diese lägen hinterher nur in den Büschen. „Wir appellieren an die Hundehalter, damit verantwortungsbewusst umzugehen.“

Einige Remschützer setzen sich ferner für die Wiederherstellung eines Wanderweges am Remschützer Kunstufer ein.

Großen Raum in der Diskussion nahm die Frage ein, ob Tempo 30 im Ort gelten solle. Die Stadt versicherte, nach Fertigstellung der Florian-Geyer-Straße werde ermittelt, wie viele Autos tatsächlich durch Remschütz fahren. Ein weiterer Bürgerhinweis bezog sich auf fehlende Leitplanken am Radweg, was zu Unfällen führen könnte.

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