Renthendorfer Schullandheim soll als Lernort erhalten werden

Eisenberg  Linke/Grüne-Fraktion scheitert im Kreistag Saale-Holzland mit dem Vorstoß, offener an eine künftige Nutzung des Gebäudes heranzugehen. Der Bildungsausschuss wurde beauftragt, Konzept einer Schule im Grünen auszuarbeiten.

Meldete mit rund 2900 Gästen so viele Besucher im vergangenen Jahr wie noch nie: Das Schullandheim erhält in der kommenden Wochen erneut das Gütesiegel vom Thüringer Schullandheim-Verband. Foto: Angelika Munteanu

Meldete mit rund 2900 Gästen so viele Besucher im vergangenen Jahr wie noch nie: Das Schullandheim erhält in der kommenden Wochen erneut das Gütesiegel vom Thüringer Schullandheim-Verband. Foto: Angelika Munteanu

Foto: zgt

Der Naturschutz, die Brehms und das Vermitteln von grundsätzlichem Wissen über die Natur sollen im Mittelpunkt der künftigen Ausrichtung des Schullandheimes stehen. Darauf verständigte sich der Kreistag auf seiner Sitzung am Mittwochabend im Eisenberger Kaisersaal.

Zuvor hatte Lisa Beckmann (Die Linke) dafür geworben, die künftige Nutzung des Schullandheimes nicht zu eng zu fassen und überhaupt erst einmal zu ermitteln, welchen Bedarf es tatsächlich gebe.

Ähnlich hatte sich auch Irene Schlotter (SPD) geäußert, die anmahnte, dass es ein uneingeschränktes „Weiter so“ am Standort nicht mehr geben dürfe. So sollte man die besseren Belegungszahlen gründlich hinterfragen. Was beispielsweise fehle, sei eine Aufschlüsselung, wie viele Klassen aus dem Landkreis tatsächlich das Schullandheim nutzen. Schlotter betonte mit Nachdruck, dass ihre Fraktion für den Erhalt des Schullandheimes sei, nur müsse man vieles genauer hinterfragen, wie beispielsweise die Finanzierung und der Erhalt des Gebäudes zu regeln seien.

Jörg Delinger (Bügerinitiative) mahnte an, dass Schullandheim zu erhalten und brachte die Idee ein, bei der Erarbeitung eines Konzeptes die neu ernannten Schulverantwortlichen, die den Kontakt zum Heim pflegen sollen, in einer Arbeitsgruppe mit einzubinden.

Der Erste Beigeordnete des Landkreises Dietmar Möller (FDP), sagte, seit 1994 trage er Verantwortung für das Schullandheim. Er erinnerte daran, dass der Kreistag sich für den Ausbau der Schule in Renthendorf zu einem Schullandheim ausgesprochen habe. Deshalb finde er es schändlich, dass das Haus in der Öffentlichkeit in ein so schlechtes Licht gerückt werde. „Das ist nicht mehr ertragbar.“ Uwe Berndt (Linke) hielt dem entgegen, dass es ja wohl Gründe geben muss, dass Klassen lieber nach Gera-Ernsee gehen würden. Die Leute, die ein Objekt nutzen würden, würden in aller Regel bessere Ideen finden als jene, die darüber zu beschließen hätten, warb er für den Vorschlag von Beckmann.

Linke/Grüne-Fraktionschef Knuth Schurtzmann warf dem Trägerverein des Schullandheimes, den er als Anhängsel des Landkreises und als Pseudoverein bezeichnete, vor, dass er seit der Kündigung des Vertrages konzeptionell nichts Neues auf den Weg gebracht habe.

Brehm-Gedenkstättenleiter Jochen Süß sagte, das Schullandheim sei ein unverzichtbarer Baustein bei der weiteren Entwicklung der Gedenkstätte.

Zu den Kommentaren