Rund 250 Teilnehmer bei Demonstration „Gera steht auf“: Rund 120 bei Gegenkundgebung

Gera  Nach ersten Einschätzungen der Polizei haben sich am frühen Abend vor dem Kultur- und Kongresszentrum (Kuk) in Gera rund 250 Teilnehmer der Demonstration „Gera steht auf“ versammelt. Unter den Rednern war auch der Greizer David Köckert vom ausländer- und islamfeindlichen Thügida- Bündnis.

Am Freitagabend gab es in der Geraer Innenstadt mehrere Kundgebungen. Auf dem Platz vor dem Kultur- und Kongresszentrum hatte das fremdenfeindliche Thügida-Bündnis zu einer von einer Geraerin angemeldeten Demonstration mobilisiert. Parallel fanden mehrere Gegenveranstaltungen unter anderem des Aktionsbündnisses Gera gegen Rechts statt. Die evangelische Kirche lud zum ökumenischen Friedensgebet In der Trinitatis-Kirche ein.

Am Freitagabend gab es in der Geraer Innenstadt mehrere Kundgebungen. Auf dem Platz vor dem Kultur- und Kongresszentrum hatte das fremdenfeindliche Thügida-Bündnis zu einer von einer Geraerin angemeldeten Demonstration mobilisiert. Parallel fanden mehrere Gegenveranstaltungen unter anderem des Aktionsbündnisses Gera gegen Rechts statt. Die evangelische Kirche lud zum ökumenischen Friedensgebet In der Trinitatis-Kirche ein.

Foto: Peter Michaelis

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Bevor der Demonstrationszug über die Breitscheidstraße, Reichsstraße, Sachsenplatz, Talstraße und Heinrichstraße zurück zum Platz vor dem Kuk marschieren wollte, gab es Redebeiträge. Neben Köckert sprach auch die Anmelderin der Kundgebung, eine Mutter aus Gera. Für die Demonstration hatte das rechtsextreme Thügida-Bündnis zuvor massiv geworben.

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Auf der Gegenkundgebung am Museumsplatz, zu der das Geraer Bündnis gegen Rechts aufgerufen hatte, versammelten sich nach ersten Angaben der Polizei rund 120 Teilnehmer. Darunter befanden sich auch einige Stadträte, Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) wie auch Flüchtlinge. Zuvor gab es ein Friedensgebet in der Trinitatis-Kirche. Vor rund 70 Besuchern sprachen dort Pfarrer verschiedener Kirchgemeinden. Zu einer weiteren Gegendemo, die die Grünen vor ihrem Büro nahe der Trinitatiskirche angemeldet hatten, kamen nur eine Handvoll Menschen.

Sitzblockade in Talstraße

Vorfälle waren der Polizei (Stand 19 Uhr), die mit einem großem Aufgebot vor ist, nicht bekannt. In der Talstraße gab es eine kleinere Sitzblockade von Gegendemonstranten.

Alle fünf Stadtratsfraktionen und Julian Vonarb hatten vor der Kundgebung eine gemeinsame Erklärung unterschrieben.Darin heißt es: „Uns liegt an einem guten Miteinander in der Stadt Gera“. In der Stadt lebten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, als „städtische Gemeinschaft brauchen wir respektvollen Umgang miteinander, gegenseitiges Kennenlernen und Abbauen von Vorurteilen.“

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