Russland

Putins Machtzirkel: Diese Oligarchen beraten den Kreml-Chef

Christian Kerl
Russland kündigt Vergeltungsmaßnahmen für EU-Sanktionspaket an

Russland kündigt Vergeltungsmaßnahmen für EU-Sanktionspaket an

Russische Truppen rücken immer weiter auf die ukrainische Hauptstadt Kiew vor. Auf das verschärfte Sanktionspaket der Europäischen Union kündigt Moskau Vergeltungsmaßnahmen an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt, dass der Westen zu "langsam" sei mit seiner Hilfe.

Beschreibung anzeigen

Berlin/Brüssel.  Russlands Präsident lässt sich von einem sehr kleinen Kreis beraten. Wer sind die Superreichen, die Wladimir Putin zur Seite stehen?

Es ist eine der zentralen Fragen für westliche Sicherheitsexperten und Geheimdienste im Ukraine-Krieg: Wer berät den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei seinen Kriegsentscheidungen? Welchen Einfluss haben die berühmten Oligarchen noch?

Putin hat sich, so viel ist sicher, auf einen sehr kleinen Zirkel zurückgezogen, vertraut nur noch wenigen Beratern. Nun versuchen Europäische Union und die USA, Druck auf Putin auszuüben, indem sie seine engen Vertrauten bestrafen. Werden ihn reiche Freunde umstimmen, weil sie sonst den Zugriff auf ihr Vermögen im Westen verlieren?

Ukraine-Krise – Die wichtigsten News zum Krieg

Russische Oligarchen gehören zu Putins engsten Vertrauten

Igor Sechin gehört zu jenen Männern, die auf der schwarzen Liste stehen: Der 61-jährige Vorstandschef des staatlichen Ölkonzerns Rosneft gilt als besonders einflussreich, als graue Eminenz des Kreml. Er kennt den Präsidenten seit Ende der 90er-Jahre, beide haben eine KGB-Vergangenheit.

Sechin sorgte für Aufsehen, als er sich im Zentrum Moskaus eine fünfstöckige 1200-Qua­dratmeter-Wohnung mit Kinosaal und Swimmingpool kaufte.

Timtschenko half Putin bereits bei einem PR-Debakel

Auf der Sanktionsliste steht auch Gennadi Timtschenko, der mit einem geschätzten Vermögen von 22 Milliarden Dollar als einer der reichsten Russen gilt. Der 69-Jährige ist Großaktionär des russischen Gasförderunternehmens Novatek.

In der Riesenaufregung um Berichte, Putin habe eine Milliarde Euro aus seinem heimlichen Vermögen in ein riesiges Schloss am Schwarzen Meer gesteckt, war es Timtschenko, der zur Hilfe eilte und behauptete, der Prachtpalast gehöre ihm.

Boris Rotenberg ist Putin sogar schon seit Jugendzeiten eng verbunden. Er verdiente sich seine Milliarden mit Geschäften im Gazprom-Umfeld.

Ukraine-Krieg – Hintergründe und Erklärungen zum Konflikt

Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen.