Schnelles Internet für Wernburg in Sicht

Wernburg  In einer sachlichen Bürgerversammlung auf Einladung der Birso sind in Wernburg offene Fragen zum grundhaften Ausbau der Raniser Straße geklärt worden. Thema war auch eine schnelle Internetverbindung.

Birso-Vorsitzender Wolfgang Kleindienst spricht auf der Bürgerversammlung im Sportlerheim Wernburg, welche die Bürgerinitiative auf Wunsch der Anwohner der Raniser Straße organisiert hatte. Foto: Sandra Hoffmann

Birso-Vorsitzender Wolfgang Kleindienst spricht auf der Bürgerversammlung im Sportlerheim Wernburg, welche die Bürgerinitiative auf Wunsch der Anwohner der Raniser Straße organisiert hatte. Foto: Sandra Hoffmann

Foto: zgt

Die Einwohner von Wernburg könnten bis Weihnachten über eine schnelle Internetverbindung verfügen. Vorausgesetzt, dass mindestens 50 Wernburger per Vertrag ihr Interesse an einer schnellen Internetverbindung bekunden, könnte die technische Anbindung sogar ohne Kostenbeteiligung der Gemeinde hergestellt werden. Deshalb soll die Thüringer Netkom GmbH als Internetanbieterin Ende August zu einer Einwohnerversammlung nach Wernburg eingeladen werden, um umfassend zum Thema zu informieren und Fragen zu beantworten.

Dieses Vorhaben ist ein Ergebnis der Bürgerversammlung, zu der die Bürgerinitiative für Recht und Sicherheit Orla e.V. (Birso) am Donnerstagabend in das Sportlerheim in Wernburg eingeladen hatte. Anliegen der Birso war es, Unklarheiten und Ärgernisse, die im Zusammenhang mit dem derzeit erfolgenden grundhaften Ausbau der Raniser Straße entstanden sind, zu beseitigen und zu informieren. Der etwa 90-minütigen und äußerst sachlichen Versammlung, die etwa 35 Bürger besuchten, wohnten auch der Bürgermeister und Gemeinderäte bei.

Der Bereichsleiter Abwasser des Zweckverbandes Wasser und Abwasser Orla, Uwe Silge, erläuterte dabei, dass die Gemeinde Wernburg ab 2018 an die Kläranlage in Pößneck angeschlossen werden soll. Um für die dazu notwendigen Entwässerungsanlagen nicht in drei Jahren die dann sanierte Raniser Straße wieder aufzureißen, habe sich der Wasser-Zweckverband entschlossen, die jetzige Baumaßnahme zu nutzen und seine Schmutz- und Regenwasser­rohre gleich mit zu legen.

„Die Herstellungsbeiträge werden erst erhoben, wenn die Raniser Straße an die Kläranlage in Pößneck angeschlossen ist, also voraussichtlich 2019/ 2020“, sagte Uwe Silge. „Die Beiträge, die erhoben werden, haben nichts mit der Baumaßnahme zu tun, sondern es ist der Herstellungsbeitrag für die Entwässerungsanlage, also die Kläranlage“, erklärte er. Der Beitrag beziehe sich ausschließlich auf die Nutzung der Kläranlage.

Des Weiteren informierte der Birso-Vorsitzende Wolfgang Kleindienst, dass er derzeit über den Landtagsabgeordneten Frank Kuschel (Die Linke) eine Anfrage an das Thüringer Innenministerium stellen lasse, ob nach Paragraf 16 des Thüringer Straßengesetzes Dritte an den Kosten des grundhaften Straßenausbaus beteiligt werden müssen. Im Fall der Raniser Straße wären das landwirtschaftliche Unternehmen. Die Antwort des Ministeriums werde nach dem Sommer erwartet.