Schub für Baustandort an der Kaimberger Straße in Zwötzen

Gera-Zwötzen  Bislang sah das 2001 in Kraft getretene Baurecht hier dreigeschossige Hausgruppen mit einer Tiefgarage vor

Auf dieser Wiese an der Kaimberger Straße sollen Einzel- und Doppelhäuser gebaut werden dürfen. Den Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung hat der Geraer Stadtrat gefasst.

Auf dieser Wiese an der Kaimberger Straße sollen Einzel- und Doppelhäuser gebaut werden dürfen. Den Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung hat der Geraer Stadtrat gefasst.

Foto: Peter Michaelis

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Direkt an er Kaimberger Straße in Zwötzen soll nach vielen Jahren Stillstand weiter gebaut werden können. Dafür änderte der Stadtrat diesen Monat den 1996 beschlossenen Bebauungsplan „Wohngebiet Kaimberger Straße“.

Insgesamt umfasst er etwa 2,5 Hektar und ist seit 2001 rechtsverbindlich. Zwei Hausgruppen, ein Doppelhaus und drei Einzelhäuser wurden bislang hier errichtet. Damit wurde der bisherige Bebauungsplan nur auf etwa der Hälfte der Gesamtfläche umgesetzt. „Das Planungsziel ist nach 18 Jahren nicht erreicht worden“, schätzt die Geraer Stadtverwaltung ein.

Platz für Einzel- oder Doppelhäuser

Die jetzt erfolgte Änderung betrifft eine Teilfläche unmittelbar an der Kaimberger Straße. Konkret handelt es sich um das Flurstück 185/31 der Gemarkung Zwötzen, Flur 2. Es ist 3271 Quadratmetern groß. Der bisher rechtskräftige Bebauungsplan sah an diesem Standort eine geschlossene maximal dreigeschossige Bauweise mit Hausgruppen und eine Tiefgarage vor. Ein Grund so zu planen sei die Lärmbelastung durch die Kaimberer Straße und die Bahnstrecke gewesen, die zwischenzeitlich aber stillgelegt ist. Weil sich dafür heute keine Interessenten mehr finden, sollen hier nun vorzugsweise Bauplätze für Einzel- oder Doppelhäuser geschaffen werden. Zumindest ist das das Ziel des jetzigen Aufstellungs-, Billigungs- und Auslegungsbeschlusses.

Derzeit prägen eine Wiese und wenige Einzelbäume das Areal. Ursprünglich war das Gelände von der Werkzeugmaschinenfabrik VEB Wema Union genutzt worden. 1996 brach man die alten Gebäude ab und entsorgte den Bauschutt. Bei der Untersuchung des Bodens war ein kritischer Gehalt an Mineralölkohlenwasserstoff festgestellt worden. Das belastete Erdreich wurde dekontaminiert. Ein Schlussbericht liegt vor, hießt es in der Stadtratsvorlage. Soll heißen, dass hier unbedenklich gebaut werden kann. Der jetzt schon vorhandene Grünzug soll für die Öffentlichkeit erhalten bleiben.

Im Bauausschuss hatte Ortsteilbürgermeister Matthias Lagojda die Bebauungsplanänderung begrüßt und zugleich noch einen anderen Standort angesprochen. Am Reuterbach würden sich Interessenten statt der bislang geplanten Reihenhäuser auch Einzel- und Doppelhäuser wünschen. „Wir nehmen das zur Kenntnis“, hatte Stadtplaner Konrad Steinbrecht auf den Vorschlag reagiert.

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