Thüringer Corona-Verordnung: CDU will Lockerungen für Sport

Erfurt.  Die CDU will eine Änderung der Thüringer Corona-Verordnung erreichen. Sportvereine sollen unter Bedingungen trainieren dürfen.

Die CDU will Sport in Kleingruppen ermöglichen.

Die CDU will Sport in Kleingruppen ermöglichen.

Foto: Tino Zippel

Bei der Landtagsdebatte zur Corona-Pandemie am Dienstag will die Thüringer CDU Lockerungen für den Sport erreichen. Fraktionschef Mario Voigt (CDU) wirbt dafür, Öffnungsklauseln in die Corona-Verordnung aufzunehmen, die sich am Beispiel von Berlin orientieren. Dazu will die Partei folgende Vorschläge unterbreiten. Der Corona-Überblick in unserem kostenfreien Liveblog.

„Die Menschen brauchen Bewegung. Die Vereine haben sich viele Gedanken gemacht, Ansteckungen zu vermeiden“, sagt Voigt. Deshalb solle Amateur-, Breiten- und Berufssport nicht pauschal verboten werden. In Berlin dürfen neben Bundes- und Landeskaderathleten auch Teilnehmer an Profiligen und Berufssportler trainieren. Zudem ist das Training für Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren möglich, wenn der Sport im Freien in festen Gruppen von maximal zehn Teilnehmern ausgeübt wird.

Voigt betont präventive Wirkung des Sports

„Gerade in Familien mit beengter Wohnsituation werden die Wintermonate im Teil-Lockdown zu einer schweren zusätzlichen Belastung. Sport stärkt die Gesundheit, baut Stress ab und wirkt präventiv“, sagt Voigt. Niemand stelle in Zweifel, dass Hallen-Kontaktsportarten sowie die Nutzung von Fitnessstudios und Umkleiden in der aktuellen Pandemiesituation nicht sinnvoll seien. „Jedoch sollte Sport unter freiem Himmel genauso möglich bleiben wie kontaktfreie Sportarten unter Einhaltung der bereits entwickelten Hygiene- und Abstandskonzepte oder Sport in Kleingruppen“, sagt der Fraktionschef.

Ändern kann die Verordnung nur die Landesregierung

Voigt hofft, dass die rot-rot-grüne Landesregierung ihre Verordnung wie vorgeschlagen ändert. Diese erlaubt nur Individualsport ohne Körperkontakt wie Reiten, Tennis, Golf, Leichtathletik, Schießsport und Radsport allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes. Zudem sind Sport- und Schwimmunterricht nach den Lehr-, Ausbildungs- und Studienplänen möglich. Vereine, die in den höchsten drei Ligen spielen, dürfen ebenfalls trainieren. Für alle anderen Vereine sind die Sportstätten im November komplett geschlossen, heißt es in der Verordnung der Landesregierung.

Die CDU will auch eine Perspektive für Gastronomen erreichen. Dies solle mit Hygienekonzepten in Kombination mit einer Kontakt­verfolgung über datenschutzkonforme Apps gelingen, sagt Voigt.

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