VG Oppurg prüft engere Zusammenarbeit der 13 Mitglieder

Oppurg  Der gemeinsame Bauhof liegt auf Eis. Es laufen stattdessen Kalkulationen, ob es lohnt die vier Kitas der VG zu übertragen.

Dieter Fröhlich, stellvertretender Vorsitzender der VG Oppurg,will die Strukturen effektiver gestalten und die Zusammenarbeit der 13 Gemeinden vertiefen.

Dieter Fröhlich, stellvertretender Vorsitzender der VG Oppurg,will die Strukturen effektiver gestalten und die Zusammenarbeit der 13 Gemeinden vertiefen.

Foto: Marcus Pfeiffer

„Die 13 Mitgliedsgemeinden der VG Oppurg haben keine Bestrebungen, sich irgendwo anzugliedern“, sagt der stellvertretende Verwaltungs­gemeinschaftsvorsitzende und Bürgermeister von Wernburg, Dieter Fröhlich. Stattdessen werde seit Längerem über effektivere Strukturen beraten. Zum einen über einen gemeinsamen Bauhof und zum anderen über die Übergabe der vier Kitas unter Trägerschaft der Gemeinden Bodelwitz, Oppurg, Langenorla und Nimritz in die Hände der VG.

Ersteres sei zurückgestellt worden, sagt Fröhlich. Er erklärt: „Die Bürgermeister sind geteilter Meinung“. Und benennt Gründe: „Beim Winterdienst zum Beispiel sind die ­große räumliche Ausdehnung, unterschiedliche Höhenlagen und deshalb unterschiedliche Schneemengen ein echtes Problem.“ Zudem stände kein geeignetes Gebäude zur Verfügung und die bisher vorhandene Technik würde nicht ausreichen. Gemeinden, die bereits Schneeräumfahrzeuge haben, würden ihren Teil bequem schaffen – und sehen deshalb keinen Vorteil darin. Kleinere Orte, die Verträge mit Unternehmen haben, die die entsprechende Technik besitzen, könnten ­allerdings bei einem gemeinsamen Bauhof Kosten sparen.

Da das Projekt momentan auf Eis liegt, werde derzeit die Übernahme der Kindergärten diskutiert. „Bis Februar 2019 wird die Wirtschaftlichkeit überprüft. Ob es sich lohnt, die Kitas der VG Oppurg zu übergeben“, solle beantwortet werden. Spruchreif sei noch nichts, denn es gibt viel zu klären, wie zum Beispiel eine gemeinsame Satzung oder Anpassungen der Elternbeiträge auf ein einheitliches Niveau, denn in den Kindertagesstätten gibt es unterschiedlich hohe ­Gebühren. Für manche Eltern könnten also die Gebühren steigen. Es gibt auch Vorteile: Die jetzigen Träger, also Oppurg, Langenorla, Bodelwitz und Nimritz, werden entlastet und der Austausch von Kita-Personal bei Engpässen ist wesentlich einfacher. „Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns“, resümiert Dieter Fröhlich.

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