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Putin: Frau und Kinder – Die geheime Familie des Präsidenten

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Wladimir Putin: Das ist Russlands Staatsoberhaupt

Wladimir Putin: Das ist Russlands Staatsoberhaupt

Seit 2012 ist Putin das russische Staatsoberhaupt. Zuletzt fachte Putin den Ostukraine-Konflikt heftig an. Ein Portrait.

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Moskau  Über die Familie des russischen Präsidenten ist wenig bekannt. Einige Informationen über seine Ex-Frau und seine Kinder gibt es aber.

  • Er ist einer der mächtigsten Politiker der Welt: der russische Präsident Wladimir Putin
  • Über sein Privatleben ist dennoch erstaunlich wenig bekannt
  • Wie ist Putin als Privatpersonen? Wer sind seine Kinder? Hatte er eine Frau?

Seit über 20 Jahren ist er der unangefochtene Machthaber in Russland: Präsident Wladimir Putin. Während über US-Präsidenten wie Donald Trump und Joe Biden und selbst über die zurückhaltende Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel einiges an Privatem bekannt ist, geht Putin mehr als sparsam mit Informationen über seine Familie um.

Wenn etwas nach außen sickert, ist es oft umso pikanter. Wer ist die Frau an Putins Seite? Was weiß man über seine Kinder? Ein Überblick.

Wladimir Putin: Das ist seine Ex-Frau Ljudmila Putina

Die Scheidung von seiner Ehefrau Ljudmila 2013 galt nur deshalb als überraschend, weil Putin sie öffentlich bestätigte. "Das war unsere gemeinsame Entscheidung. Unsere Ehe ist am Ende", sagte er im Staatsfernsehen.

Ljudmila Putina, gebürtig Ljudmila Schkrebnewa, ist 1958 in Kaliningrad geboren. Kennengelernt hat sie den damaligen KGB-Geheimdienstoffizier Putin in St. Petersburg. Dort war sie als Stewardess tätig, später studierte sie Spanisch und Französisch. Putin und Ljudmila heirateten am 28. Juli 1983.

Drei Jahre später wurde Putin nach Dresden versetzt, Ljudmila zog mit ihm in die DDR. Aufgrund ihrer Zeit in Deutschland sprechen beide sehr gut Deutsch. Ljudmila erhielt 2002 den Jacob-Grimm-Preis des Vereins Deutsche Sprache für ihren Einsatz für die deutsche Sprache. Gemeinsam mit der damaligen hatte sie in Russland den Schüler- und Studentenwettbewerb "Gemeinsam ins 21. Jahrhundert" gefördert.

Rückblickend bezeichnet Putin diese Zeit später als eine der glücklichsten seines Lebens. Doch als 1989 die Mauer fällt und schließlich 1991 die UdSSR zusammenbricht, verändert sich sein Leben von einem Tag auf den anderen. Privat bleibt Ljudmila noch Jahre an seiner Seite. Ob sie wirklich eine glückliche Ehe führten oder nur zum Schein ein Paar blieben, ist vielfach Teil von Spekulationen.

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Gerüchte um Putins Liebesleben: Heimliche Affäre mit Alina Kabajewa?

Fest steht: Öffentliche Auftritte Putins mit seiner Frau waren schon vor ihrer Trennung selten. Gerüchten zufolge hat Putin seit Jahren eine Affäre mit der früheren Olympiasiegerin Alina Kabajewa. Sie gilt inzwischen als die Freundin des Machthabers und heimliche First Lady.Mit der Turnerin soll er vier Kinder haben. Laut dem US-Promiportral "Page Six" hielten sich Kabajewa und die Kinder zuletzt in der Schweiz auf.

Die Scheidung begründete Ljudmila 2013 mit dem Präsidentenleben Putins. Sie selbst möge die Öffentlichkeit nicht, sagte sie dem russischen Staatsfernsehen. Putin bestätigte, dass die zwei kaum Zeit miteinander verbracht und jeder sein eigenes Leben gehabt habe.

Aus der Ehe mit Ljudmila hat Putin zwei Töchter. Auf Putins offizieller Website wird angegeben, dass Maria 1985 in St. Petersburg und Katerina 1986 in Dresden zur Welt gekommen seien. Nachnamen werden nicht genannt. Laut übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich bei Putins Töchtern jedoch um:

  • die 36-Jährige Maria Woronzowa
  • die 35-Jährige Katerina Tichonowa

Putins Töchter: Das ist Katerina Tichonowa

Putin hat nie bestätigt, dass es sich bei Tichonowa und Woronzowa um seine Töchter handelt. Er sagte bei seiner jährlichen Pressekonferenz 2015 lediglich, dass seine Töchter in Russland studiert hätten und dort leben würden. "Sie sprechen nicht nur drei Fremdsprachen, sie gebrauchen diese Sprachen auch in ihrer Arbeit", gab Putin preis. Sie seien weder in der Politik noch in der Wirtschaft tätig. Ihren genauen Arbeitsplatz wolle er aus "Gründen der Sicherheit" nicht nennen.

Während derselben Pressekonferenz lobte er ein milliardenschweres Projekt zur Erweiterung der Moskauer Staatsuniversität Lomossow. Die Leiterin des Projekts: Katerina Tichonowa.

Sie hat an der Moskauer Universität einen Abschluss in Mathematik gemacht. 2015 stieg sie wie aus dem Nichts zur Direktorin des Forschungsunternehmens Innopraktika auf. Es verwaltet neben Projekten wie der Unierweiterung einen Investitionsfonds für Forschungsprojekte – auch hier sollen hunderte Millionen Dollar im Spiel sein.

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Versehentliche Bestätigung: Ist Katerina Tichonowa Putins Tochter?

Im Kuratorium von Innopraktika sitzt laut eigenen Angaben neben vielen Putin-Vertrauten der Vorstandsvorsitzende der Gazprombank Andrey Akimov. Er bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters zunächst, dass es sich bei Tichonowa um Putins Tochter handelt. Nachdem ein Putin-Sprecher dies dementierte, zog Akimov die Aussage zurück.

Zwei Jahre später ein ähnlicher Vorfall: Putins mutmaßliche Tochter soll auch "Rock'n'Roll"-Tänzerin sein und an mehreren internationalen Tanzturnieren des Rock'n'Roll Weltverbandes teilgenommen haben. Deren damaliger Vizepräsident Manfred Mohab soll 2017 gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ebenfalls Putins Vaterschaft in Bezug auf Tichonowa bestätigt haben. Gegenüber dem Newsportal heute.at widerrief der Österreicher jedoch kurze Zeit später seine Aussage.

Vermutliche Putin-Tochter Tichonowa beim Rock'n Roll

Nawalny macht Putins Schwiegersohn öffentlich

Tichonowa war laut Medienberichten von 2012 bis 2018 mit Kirill Shamalov verheiratet. Shamalov ist laut Unternehmensangaben Aufsichtsratsmitglied beim größten russischen Petrochemie-Konzern Sibur. Das Unternehmen erhielt 2015 auf Anordnung von Putin einen Staatskredit über mehr als eine Milliarde Dollar zu günstigen Konditionen.

Daraufhin reichte der Kreml-Kritiker Alexei Nawalny eine Klage gegen Putin ein. Der Vorwurf: Putin habe gegen das Anti-Korruptions-Gesetz verstoßen, da er sich in einem Interessenskonflikt befunden habe – Shamalov sei schließlich sein Schwiegersohn.

Ein weiteres Indiz, dass Tichonowa mit Putin in Verbindung bringt, ist ihr Name. So hieß die Mutter von Putins Ex-Frau Ljudmila laut übereinstimmenden Medienberichten Katerina Shkrebneva Tichonowa. Putins mutmaßliche Tochter soll diesen Nachnamen übernommen haben. Ihre Vornamen haben Putins Töchter auf jeden Fall von ihren Großmüttern geerbt, wie der Präsident selbst auf seiner offiziellen Webseite bestätigt.

Putins Töchter: Das ist Maria Woronzowa

Über Maria Woronzowa ist weniger bekannt als über ihre Schwester. Putins mutmaßliche ältere Tochter soll ebenfalls den Nachnamen ihrer Großmutter (väterlicherseits) angenommen haben. Mittlerweile trägt sie aber laut "Bild" den Nachnamen ihres Ehemannes. Dabei soll es sich um den niederländischen Unternehmer Jorrit Joost Faassen handeln. Dieser war unter anderem für die Gazprombank in Russland tätig.

Das Paar soll eine Zeitlang im niederländischen Voorschoten gelebt haben. 2014 forderten der Bürgermeister der Stadt Hilversum, Pieter Broertjes, und aufgebrachte Bürger die Ausweisung von Woronzowa – als Denkzettel für Putin. Grund war der Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ostukraine. Bei dem Unglück, für das Russland verantwortlich gemacht wird, starben 193 Niederländer – ein Großteil davon aus Hilversum.

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Vor ihrem niederländischen Intermezzo hat Woronzowa in St. Petersburg Biologie studiert und an der staatlichen Universität in Moskau einen Abschluss in Medizin erlangt. Wie das russische Magazin "New Times" herausgefunden haben will, promovierte sie 2011 am Wissenschaftlichen Endokrinologie-Zentrum. Endokrinologie ist in der Medizin die Lehre der inneren Drüsen. Unter dem Namen Maria Faassen wurden mehrere wissenschaftliche Fachbeiträge zum Thema veröffentlicht.

Putin beruft seine mutmaßliche Tochter zur staatlichen Gen-Forscherin

Ihre wissenschaftliche Expertise scheint sich für Woronzowa gelohnt zu haben. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wurde sie 2019 per Erlass Putins in den föderalen Rat des staatlichen Wissenschaftsprogramms für Gentechnologie aufgenommen. Putin will Russland zur führenden Nation in der Gentechnologie machen. Allein für die Entschlüsselung des "Genoms des Russen" investiert das russische Mineralölunternehmen Rosneft laut "FAZ" rund 200 Millionen Dollar.

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Rosneft, in dessen Aufsichtsrat auch Alt-Bundeskanzer Gerhard Schröder sitzt, gilt als Staatsunternehmen. Russland ist nach offiziellen Angaben Hauptaktionär des Unternehmens, an dessen Spitze der Politiker Igor Setschin steht. Der Absolvent einer KGB-Schule ist ein langjähriger Vertrauter und Wegbegleiter von Putin.

Setschin hat ebenfalls Kontakte zu Putins zweiter mutmaßlicher Tochter Katerina Tichonowa. Denn der Vorstandsvorsitzende von Rosneft sitzt auch im Kuratorium von Innopraktika. Er soll auch für dessen Investitionsfonds mehrere Millionen Dollar bereitgestellt haben. (jas)

Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen.