Altenburger Land. Einige Ladesäulen gibt es bereits im Landkreis Altenburger Land. Welche Stadt schon weiter denkt und alle wichtigen Informationen.

  • So viele Ladesäulen für Elektrofahrzeuge gibt es im Landkreis Altenburger Land.
  • Welche Stadt im Landkreis vor etwa sechs Jahren eine der ersten Städte mit E-Ladsäulen war.
  • Wie geht die Entwicklung nun weiter?

Das Thema E-Mobilität wurde in den letzten Jahren immer wichtiger. Doch gerade im ländlichen Raum gibt es natürlich andere Gegebenheiten als in Städten.

Wie viele E-Ladesäulen es in Schmölln und Umland gibt

Befragt, wie viele E-Ladesäulen es in Schmölln und Umland gibt, antwortete die Pressestelle der Stadt wie folgt: „Es gibt in Schmölln und Umland insgesamt vier öffentlich zugängliche Ladepunkte. Einmal auf dem Schmöllner Markt: 1 Säule mit 2 Lademöglichkeiten (TEAG), auf dem P&R Platz: 1 Säule mit 2 Lademöglichkeiten (envia), beim VW-Autohaus Kühn (Verbundpartner) und weiterhin gibt es an den Autobahnraststätten Altenburger Land zwei Schnelladestationen. Diese gehören auch zum Schmöllner Gebiet.“

Wie häufig diese Ladesäulen auch genutzt werden und ob sie fehlerfrei funktionieren, wissen aber nur die Betreiber. „Die Verbraucherdaten liegen uns als Stadt nicht vor, da wir kein Betreiber sind“, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Demnach soll aber das Angebot nach und nach ausgeweitet werden: „Mit den Stadtwerken und der Wohnungsverwaltung sind wir bemüht, weitere Plätze zu schaffen. Beim Tatami gibt es zwei Ladesäulen. Hier ist die TEAG zuständig. Der Anschluss der Ladeinfrastruktur ans Stromnetz durch die TEAG ist jedoch noch nicht erfolgt. Für die Heimstätte ist die Wohnungsverwaltung im Gespräch. Hier liegt es aber am Anbieter selber, die Ladeinfrastruktur aufzubauen. Nach unserem Kenntnisstand plant auch die Drogeriekette Rossmann am Standort Schmölln eine Schnellladesäule.“

Es gibt (noch) keinen Schmöllner Masterplan

Allgemein gibt es nach Kenntnistand der Stadtverwaltung Schmölln keinen landkreisweiten „Masterplan“ für E-Ladesäulen. „Ein geplanter und schneller Ausbau von Ladeinfrastruktur wäre jedoch wünschenswert und wichtig für ein Vorankommen bei der Elektromobiltität“, findet Bürgermeister Sven Schrade (SPD). E-Mobilität werde immer präsenter und ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. „In Schmölln sind wir insgesamt auf einem guten Weg. Wenigstens eine Schnellladestation in der Kernstadt wäre optimal. Insofern hoffen wir auf einen schnellen Aufbau der Schnellladesäule beim Drogeriemarkt“, so der Bürgermeister.

Schmölln war vor etwa sechs Jahren eine der ersten Städte mit E-Ladsäulen im Landkreis. Die ersten beiden Ladepunkte wurden auf Betreiben der Stadt Schmölln auf dem Markt installiert und werden durch die Thüringer Energie (TEAG) betrieben.

Die Stadt Schmölln, konkret das Bauamt, ist für die Bereitstellung der öffentlichen städtischen Flächen für E-Ladesäulen der Ansprechpartner.
Ansonsten sind die jeweiligen Betreiber für die Ladesäulen verantwortlich.

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Teure Angelegenheit für den Landkreis Altenburger Land

Im gesamten Altenburger Land sind mit Stichtag 12. Januar 605 Elektro-Fahrzeuge und 2544 mit Hybridantrieb zugelassen, weiß Jörg Reuter vom Landratsamt Altenburger Land.

Die Bundesnetzagentur listet zudem rund 30 Ladestationen im gesamten Landkreis. „Konkrete Vorgaben, wie viele E-Autos im Landkreis bis zu einem Stichtag gefahren werden sollen, gibt es nicht. Das Landratsamt selbst stellt allerdings bereits seit einiger Zeit teilweise auf alternative Antriebsformen um. Derzeit gehören drei Pkw mit reinem Elektro- und drei mit Hybridantrieb zum Fuhrpark. Momentan hält das Landratsamt zwei Ladesäulen mit jeweils zwei Anschlüssen für den Fuhrpark vor“, informiert Reuter. „Ferner steht die Dekarbonisierung der Antriebe im öffentlichen Personennahverkehr an. Die THÜSAC, deren Hauptgesellschafter mit 52 Prozent der Anteile das Altenburger Land ist, konzeptioniert die Strategie für Alternativen. Der Wandel auf dem Weg zu alternativen Antriebsformen stellt eine große finanzielle Herausforderung dar. Insbesondere sind die Investitionen in die Infrastruktur und die Fahrzeugbeschaffung enorm. In Vorbereitung auf diesen Prozess wurden bereits vier Antriebstechnologien – Gas, Elektro, Wasserstoff und Diesel – im Linienbetrieb getestet und zusammen mit dem Landkreis Altenburger Land eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Alle Antriebstechnologien sind unterschiedlich hinsichtlich ihrer Lade- beziehungsweise Betankungszeit, Reichweite und Investitionsbedarf in die Infrastruktur. Im Moment sind im THÜSAC-Fuhrpark noch keine Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vorhanden. Insbesondere müssen die Herstellung der Infrastruktur, die Ausrüstung der Werkstatt sowie die Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vorfeld erfolgen. Dies ist ein längerfristiger Prozess, mit dem sich die THÜSAC aktuell beschäftigt.“

Weiterhin gab es für das Altenburger Land verschiedene Fördermöglichkeiten, unter anderem vom Bund und vom Freistaat Thüringen. „Die Kreisverwaltung beispielsweise hat das Landes-Förderprogramm „Klima-Invest“ zur Co-Finanzierung in Anspruch genommen. Ein eigenes vom Landkreis Altenburger Land aufgelegtes Förderprogramm gibt es nicht“, heißt es vom Landratsamt.