Gößnitz. Passend zum Neujahrskonzert des Jugend-Sinfonie-Orchesters in Gößnitz gab Holger Runge einen spannenden Ausblick auf das Kommende.

  • Welche Jubiläen in diesem Jahr gefeiert werden im Altenburger Land.
  • Was das besondere am Jugend-Sinfonie-Orchester ist.
  • Welche positiven Effekte die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat.

Am Samstag fand wieder das beliebte Neujahrskonzert des Jugend-Sinfonie-Orchesters in der Stadthalle Gößnitz statt. Dirigiert hat Holger Runge, stellvertretender Schulleiter der Musikschule Altenburger Land und Fachgruppenleiter der Streicher. Vor dem Konzert beantwortete Holger Runge dieser Zeitung noch ein paar spannende Fragen:

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr 2024?

Für 2024 wünsche ich mir natürlich in erster Linie das Kostbarste des Menschen, die Gesundheit, und familiär alles Gute. Beruflich gesehen stehen in diesem Jahr viele Highlights an. Zum einen feiert die Musikschule Altenburger Land ihr 70-jähriges Bestehen. Im Vorfeld sind dafür viele Vorbereitungen getroffen worden. Die Konzertbesucher und Interessierten erwartet eine Fülle von interessanten Veranstaltungen.

Darüber hinaus wurde vor 30 Jahren das Kammerorchester „Collegium Instrumentale“ Gößnitz gegründet. Auch für dieses Jubiläum sind die Vorbereitungen in vollem Gange.

Und schließlich und nicht zuletzt wird der „Förderverein der Agricola- Musikschule Schmölln“ in diesem Jahr auch 30 Jahre alt. Ein veranstaltungsintensives und sehr schönes Jahr steht also bevor.

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Was treibt Sie persönlich an, was motiviert Sie?

Ich selbst bin ein Optimist und habe an ganz vielen Dingen des Lebens viel Freude. Dazu habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Es gibt nichts Schöneres für mich, als sich der Musik zu verschreiben und sie aktiv zu betreiben. Musik und mein christlicher Glaube geben mir jeden Tag immer wieder Freude, Kraft und Zuversicht.

Beim Neujahrskonzert in Gößnitz erklang auch die Titelmelodie von
Beim Neujahrskonzert in Gößnitz erklang auch die Titelmelodie von "3 Haselnüsse für Aschenbrödel". © Kathleen Niendorf/ OTZ | Kathleen Niendorf

Worauf freuen Sie sich beim Neujahrskonzert besonders?

Das Jugend-Sinfonie-Orchester unserer Musikschule habe ich gegründet und aufgebaut. Wir haben uns in vielen Bereichen sehr positiv entwickelt, gemeinsam schon viele schöne Konzerte gestaltet und waren auch schon oft auf Reisen. Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, bleibt im Geist der Zeit nicht stehen und fühlt sich jung. Das Orchester und ich freuen uns auf das Konzert besonders, weil wir unser neues Programm der Bevölkerung und die neuen jungen Musiker im Orchester vorstellen können.

Zudem hat das Gößnitzer Kammerorchester „Collegium Instrumentale“ erst kürzlich den Ehrentitel erhalten, den unsere Zeitung gemeinsam mit der Sparkasse Altenburger Land verleiht: „Verein des Jahres“.

Wie wird der Verein das Geld von der Aktion „Verein des Jahres“ ausgeben?

Das Gößnitzer Kammerorchester Collegium Instrumentale hat sich über den Titel „Verein des Jahres“ unglaublich gefreut und wir sind darüber sehr glücklich. Wir hätten nie gedacht, dass dies möglich wird. Wir können das Geld sehr gut gebrauchen und wollen es für unsere neue in Arbeit befindliche Website sowie für die Anschaffung von Noten ausgeben. Darüber hinaus fallen ja bekanntlich auch monatlich nicht unerhebliche Kosten für Miete, Versicherungen und ähnliches an.

Wenn Sie auf 2023 zurückschauen als Privatperson, woran denken Sie dann?

Meiner Familie und mir ging es im letzten Jahr im Wesentlichen gut. Beruflich natürlich auch. Ich bin ein zufriedener Mensch, immer wieder für alles Positive im Leben dankbar und freue mich darüber. Ich konnte 2023 einen schönen Urlaub genießen und weiß, dass dies nicht jedem vergönnt ist. Ich denke oft daran, dass es uns Menschen hier in Deutschland von Ausnahmen abgesehen, eigentlich gut geht. Ich bin sehr froh, nicht in den schrecklichen Kriegsgebieten leben zu müssen.