Rositz/ Altenburger Land. Geschichtsträchtige Briefmarken, Postkarten, Münzen, Bücher und mehr auf der 18. Ostthüringer Sammelbörse in Rositz im Altenburger Land.

Der Heimatverein Rositz war am 1. Mai wieder der Veranstalter einer der größten Sammelbörsen in Deutschland. Schon Punkt 12 Uhr konnte das Veranstalterteam um Bürgermeister Steffen Stange und Börsenmitorganisator Andreas Günther bis zu 550 Besucher aus mehreren Bundesländern begrüßen.

„Unter den heutigen 62 Händlern bieten auch Börsianer aus Polen und Tschechien gefragte und historische Artikel an. Die Sammlerszene ist im Internet gut vernetzt, sodass sich die Veranstaltung sogar zwischen Ankündigungen internationaler Börsen finden lässt“, so Bürgermeister Stange, der sich gerade über einen lustigen Tausch amüsierte. Denn an einem Händlerstand tauschte man sogar zwei Packungen Eier gegen einige historische Postkarten.

Am Stand von Bernd Voigtländer aus Grimma schauten jetzt die Besucher Holger Matetzky aus Gera und Winfried Schröter aus Borna genau auf Orden und Ehrenzeichen sowie Zeitschriften aus der Kaiserzeit. „Auch hier in Ostthüringen ist es immer erfreulich, wenn Bürger kommen, die historische Sachen bewerten lassen wollen und diese teils dann gerne auch anbieten“, erzählte der Sachse Voigtländer mit Blick auf eine große geschichtsträchtige Teekanne am Nebenstand.

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Die 13-jährige Schülerin Selina Sommerwerk aus Meuselwitz gehörte zu den wenigen jugendlichen Besuchern, die über die urige Vielfalt an Ausstellungsartikeln staunte und schmunzelnd sogar Puppen aus alter Zeit beäugen konnte. Die elfjährige Schmöllnerin Helene Stopfkuchen schaute derweil akribisch in Alben mit wertvollen Briefmarkensammlungen. Im Gespräch mit Gästen kündete Börsianer Martin Zeh davon, dass er als Haushaltsauflöser oft auf mehr oder weniger Wertvolles stößt.

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„Da hält man eben ganz schnell mal ein Säckchen alter Münzen, einst gefragter Schallplatten oder seltenes Geschirr in den Händen“, so der Meuselwitzer. Und die Meuselwitzerin Veronika Lorenz freute sich, dass sie an einem Stand Alben mit vielen Postkarten fand, auf denen Bilder vom ehemaligen Zustand Altenburger Gassen, Bürgerhäuser, Kirchen und anderer Bauten kündeten. Börsenfan Hartmut Huhle aus Röblingen bei Eisleben trat zufrieden die Heimreise an und sagte: „Ich konnte heute unter anderem Münzen aus der Zeit des Fürstentums Sachsen-Weimar erwerben.“