18. Elstertal-Marathon: Erfolgreiche Premiere für Hopfer in der Heimatstadt

Gera  Der gebürtige Geraer Hendrik Hopfer und die Leipzigerin Christine Fischer sind die Gewinner beim 18. Elstertal-Marathon.

Hendrik Hopfer (rechts) und der Geraer Jens Thieme landen auf den Rängen eins und zwei.

Hendrik Hopfer (rechts) und der Geraer Jens Thieme landen auf den Rängen eins und zwei.

Foto: Jens Lohse

Abermals hatte beim 18. Elstertal-Marathon mit Start und Ziel am Hofwiesenbad ein gebürtiger Geraer die schnellsten Beine. Der 40-jährige Hendrik Hopfer aus Frankfurt am Main hatte sich seine Heimatstadt für seinen ersten Marathon ausgesucht. „Es war sehr anstrengend. Auf dem Rückweg sind mir einige Läufer entgegengekommen, was mich nochmals motiviert hat. Trotzdem ist es ein einsames Rennen, in dem man viel Kopfarbeit zu leisten hat“, meinte der Sieger, der in 3:11:05 Stunden seine Zielzeit um knapp vier Minuten unterbot, trotzdem aber die schwächste Zeit aller bisherigen Elstertal-Marathon-Gewinner hinlegte.

Das war dem Wahlfrankfurter freilich egal, der 2007 aus Gera in die hessische Metropole zog, bald aber wieder nach Thüringen zurückkehren wird. Nur zwei Minuten später überquerte Jens Thieme von den Geraer Füchsen als Zweiter die Ziellinie. Auch für ihn war es die Marathon-Premiere. „Ich habe mir die Kräfte gut eingeteilt, habe vorsichtig begonnen. So hatte ich am Ende genug Reserven, um nicht in Gefahr zu geraten. Es hat Spaß gemacht. Ich bin zufrieden“, sagte er. Dritter wurde der Dresdner Stefan Tönjes.

Bei den Frauen konnte Christine Fischer aus Leipzig ihren Vorjahreserfolg wiederholen. In 3:22:50 Stunden blieb sie nur knapp über ihrer Siegerzeit von 2018. Im Ziel gab es erst einmal zwei Küsschen – eins vom Ehemann und das zweite von Töchterchen Florine. „Sie ist jetzt zweieinhalb Jahre und es wird nicht mehr lange dauern, bis sie mitläuft. Sie ist schon ganz heiß auf ihren ersten Bambini-Lauf, glaube ich“, sagte die 33-Jährige, die im Rahmen des Elstertal-Marathons 2017 bereits im Halbmarathon die schnellsten Beine hatte. „Für mich war es ein Steigerungslauf. Ich habe es in diesem Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Jetzt bereite ich mich auf den Magdeburg-Marathon im Oktober vor“, erzählte die Vierte des Rennsteiglauf-Supermarathons, deren Mann aus Gera stammt, weshalb die Familie das Elstertal-Marathon-Wochenende immer für einen Besuch bei den Schwiegereltern nutzt.

Mit lediglich 351 Teilnehmern auf den Strecken zwischen 800 Meter und 42,195 Kilometer verpasste der Elstertal-Marathon erneut den Durchbruch. Trotzdem war Gesamtleiter Steffen Drescher zufrieden. „Wir haben viel positives Feedback erhalten. Viele Läufer waren aus Neugier von weither angereist. Ein großer Dank gebührt den vielen Helfern, die eine solche Veranstaltung erst möglich machen. Ich freue mich schon auf die nächste Auflage, wenngleich der genaue Termin noch nicht feststeht“, so Drescher. Weil die Stadt Gera mit ihrem Höhlerfest auf das erste September-Wochenende vorrücken will, könnten der Elstertal-Marathon und der Höhlerfestlauf kollidieren. Eine Entscheidung steht noch aus. Auf dem anstelle des Halbmarathons erstmals ins Programm gerückten 25-Kilometer-Kanten hatten zwei Ostthüringer die Nase vorn. Wieland Metzner (Saalfelder SV) war in 1:40:48 Stunden der mit Abstand schnellste Läufer auf dieser Strecke.

„Ich bin mein eigenes Rennen gelaufen“, erklärte er im Ziel. So war es auch der Hermsdorferin Lea Schmidt ergangen, die in 2:09:46 Stunden bei den Frauen die Oberhand behielt. „Sonst bin ich beim Halbmarathon zu Hause. Die vier Kilometer mehr habe ich schon gespürt. Als mir nach der letzten Wende die Läufer entgegengekommen sind, habe ich viel Zuspruch erhalten. Das hat mich ins Ziel getragen“, verriet die Holzländerin.

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