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2000 Euro fürs Geraer Metropol-Kino

Gera.  53 Fans hat das Kino bislang in der Aktion Spendenfieber, die sich Geraer für Geraer einfallen ließen

Das Kino Metropol in Gera ist Spitzenreiter unter den begünstigten Einrichtungen. Mitinhaber Christian Pfeil mit der zweiten Generation Anstecker, die die Spender erhalten

Foto: ylvia Eigenrauch

Ein Anstecker, weil das Coronavirus ansteckend ist, das war die Idee von Joachim B. Schulze und Kai Voigtmann. Die zwei Künstler aus Gera setzten sie mit Freunden und dem Verein Streetwork Gera um und konnten seit Ostern Spender damit anstecken. „Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.“

Über die Internetseite: www.Spendenfieber.de sind bislang reichlich 3000 Euro eingeworben. „Die meisten Fans hat das Metropol Kino“, sagt Joachim B. Schulze. Genau 53 waren es bis zum Sonnabend, die etwas mehr als 2000 Euro gestiftet haben. Geld, das Christian Pfeil frei verwenden kann.

Der 49-Jährige ist Mitinhaber des 2014 eröffneten Programmkinos und zugleich Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. „Das ist eine tolle Geste“, sagt er, auch wenn der Betrag nicht einmal für eine Monatsmiete reiche.

Gera war riskantestes Unternehmen

Der Mann, der ebenso in Jena, München und Fürstenfeldbruck Kinos mit betreibt, erzählt, dass Gera das riskanteste Unternehmen war. Nach fünf Jahren hatte man das gesteckte Ziel erreicht.

„Die Krise wirft uns jetzt zwei Jahre zurück. Wir können das nicht mehr nachholen, ein Viertel des Jahresumsatzes ist schon verloren“, beschreibt er die Situation.

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Für die vier festen Mitarbeiter habe er Kurzarbeitergeld beantragt und mit der Hausbank schnell einen Kredit vereinbart, um die Beträge vorschießen zu können.

In Jena, so erzählt er, verkaufte er innerhalb einer Woche 580 Gutscheine. Er nennt das „wahnsinnig“. Wer Gutscheine hat, dem versichert er, dass deren Gültigkeit um die Schließzeit verlängert werde.

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