4000 Liter Salzsäure ausgelaufen: Großeinsatz in Chemiewerk in Ostthüringen

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Auch ein Gefahrgutzug der Feuerwehr war im Einsatz.

Auch ein Gefahrgutzug der Feuerwehr war im Einsatz.

Foto: Fricke/News5

Bad Köstritz  Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte rückten am späten Samstagabend nach Bad Köstritz aus. Aus einem Leck in einem Tank war Salzsäure ausgetreten.

Im Chemiewerk Bad Köstritz sind etwa 4000 Liter Salzsäure aus einem Tank ausgelaufen.

Am Samstagabend gegen 22 Uhr bogen die Einsatzkräfte in die Straße Heinrichshall ein. Laut Angaben der Polizei war die Salzsäure aus einem 40-Kubikmeter-Tank ausgetreten, der 30.000 Liter Salzsäure fasst. Wie es zu dem Leck kam, werde nun ermittelt.

„Unter diesen Tanks befinden sich riesengroße Auffangwannen“, teilte eine Polizeisprecherin am Sonntag mit. „Wir können somit ausschließen, dass die Salzsäure in den Boden gelangt ist.“ Es sei niemand verletzt worden. Hinweise auf eine Straftat liegen nicht vor.

Einsatzkräfte pumpten ausgelaufene Menge in Kleinbehälter

Das Leck am Lagerbehälter für 30-prozentige-Salzsäure im Bereich der Wasseraufbereitung sei etwa 1,5 Zentimeter groß gewesen, teilten die Chemiewerk Bad Köstritz GmbH am Sonntag mit: „Die ausgetretene Salzsäure wurde vollständig in dem dafür vorgesehenen Auffangbecken zurückgehalten. Es kam zu einer Nebelbildung durch Ausgasung.“

Die alarmierten Einsatzkräfte hätten den Gefahrenbereich abgesichert und die ausgelaufene Menge in sichere Kleinbehälter gepumpt. „Die Messungen durch die Einsatzkräfte ergaben zu keiner Zeit erhöhte Werte“, heißt es weiter. „Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt.“

Weiter heißt es in der Mitteilung: „Die Salzsäure wird in der Wasseraufbereitung zur Regenerierung von Ionen-Austauscherharzen verwendet. Diese Harze werden zur Herstellung von vollentsalztem Wasser benötigt. Die Chemiewerk Bad Köstritz GmbH bedauert diese Abweichung vom regulären Betrieb und bedankt sich bei allen Einsatzkräften für ihr schnelles und umsichtiges Handeln.“

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