5100 Mund-Nasen-Bedeckungen für Schulen in Weida gespendet

Weida.  Das Matratzenwerk Breckle unterstützt die Stadt Weida, die derzeit 36 aktive Corona-Fälle zählt. Schwerpunkt ist hierbei jedoch ein Kleinstpflegeheim.

Das Matratzenwerk Breckle in Weida produziert in der Coronakrise auch Mund-Nasen-Bedeckungen (Archivfoto).

Das Matratzenwerk Breckle in Weida produziert in der Coronakrise auch Mund-Nasen-Bedeckungen (Archivfoto).

Foto: Kai Mudra

5100 Mund-Nasen-Bedeckungen hat die Weidaer Firma Breckle der Stadt gestiftet, um sie an Einrichtungen zu verteilen, wo sie benötigt werden. Davon berichtete in der Weidaer Stadtratssitzung Bürgermeister Heinz Hopfe (FWG). Man habe sich entschieden, die Spende an den sieben Schulen der Stadt und ihrer Ortsteile zu verteilen: drei Grundschulen, die Comenius-Förderschule, die Schule an der Weida sowie die Max-Greil-Regelschule und das Dörffel-Gymnasium.

Dort sei man sehr dankbar für die Spende gewesen, so Hopfe, der sich diesem Dank anschloss, zumal das Matratzenwerk im Hohenölsener Gewerbegebiet zum wiederholten Male die Stadt unterstützt. Bislang, sagte Hopfe im Stadtrat, hätten die Schulen solche Mund-Nasen-Bedeckungen aus dem eigenen Budget bezahlen müssen.

Weida ist aktuell die Stadt im Landkreis Greiz mit den meisten sogenannten aktiven Corona-Fällen, noch vor Greiz und Zeulenroda-Triebes. 36 solcher aktiver Fälle gab es am Montagnachmittag in der Osterburg-Stadt, 215 im gesamten Landkreis. Während sich viele dieser Fälle übers Stadtgebiet verteilen, gibt es an einer Stelle eine Häufung positiv auf das Coronavirus getesteter Menschen.

Kleinstpflegeheim der Awo in Weidabesonders betroffen

Das dortige Kleinstpflegeheim der Awo hat es heftig erwischt, wie Dirk Gersdorf, Pressesprecher der Awo Thüringen auf Nachfrage bestätigte. Von den zuletzt 12 Bewohnern seien vor einigen Tagen zehn positiv getestet worden, eine Frau sei am Wochenende leider verstorben. Zwei der Bewohner waren am Montag im Krankenhaus.

Auch acht Mitarbeiter waren positiv auf das Virus getestet worden, eine Mitarbeiterin galt laut Gersdorf inzwischen wieder als genesen. „Dank umliegender Einrichtungen und Hilfe der Awo Zeulenroda konnte trotz der personell angespannten Situation der Dienstplan im Heim abgesichert werden“, so der Awo-Sprecher weiter. Das Haus stünde unter Quarantäne, die Mitarbeiter würden in entsprechender Schutzbekleidung und FFP2-Maske arbeiten.

Bundeswehr unterstützt im Landkreis bei Kontaktverfolgung und Abstrichen

Wie das Landratsamt Greiz derweil mitteilte, unterstützt seit Montag die Bundeswehr das Gesundheitsamt des Landkreises. Zwölf Soldaten vom Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach (Bayern) seien im Einsatz, davon zehn in der Kontaktnachverfolgung und zwei im Abstrichteam in Greiz. Zunächst ist diese Hilfe bis 18. Dezember befristet, könne aber bei Bedarf verlängert werden. Darüber hinaus ist seit 24. November das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr zum Landkreis Greiz mit einem Verbindungsoffizier, Oberstleutnant Jens Bickel, aktiviert.

Am Montag wurden neun Neuinfektionen gemeldet, 33 Personen gelten als wieder genesen, die Inzidenz lag bei 155,9.