Achtung Abzocke! - Erneut wird Senior in Gera Opfer skrupelloser Betrüger

Ältere Angehörige und Freunde sollten über diese Betrugsmasche aufgeklärt werden. (Symbolbild)

Ältere Angehörige und Freunde sollten über diese Betrugsmasche aufgeklärt werden. (Symbolbild)

Foto: Tino Zippel / FMG

Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, der schon mehrere ältere Menschen aufgesessen sind. Daran erkennen sie die Verbrecher.

Am Freitag wurde der Polizei Gera ein bereits am Mittwoch passierter Betrugsfall angezeigt. Leidtragender einer bereits polizeibekannten Betrugsmasche war diesmal ein 78-Jähriger.

Der Mann wurde von dem Täter angesprochen, nachdem er eine Bankfiliale in der Straße der Völkerfreundschaft verließ. Der Betrüger verwickelte den Senior in ein Gespräch, das bei dieser Betrugsmasche laut Polizei immer ähnlich verläuft.

So funktioniert die Betrugsmasche

Hierbei wird dem Opfer vorgegaukelt, dass man sich von einem früheren Arbeitsverhältnis kenne und anschließend durch geschickte Gesprächsführung Erkenntnisse aus dem Leben des Geschädigten gesammelt, die man dann später als Eigenwissen ausgibt und so das Vertrauen der betagten Geschädigten erlangt. Anschließend wird durch den Täter eine finanzielle Notlage vorgetäuscht, beispielsweise, dass sich ein Verwandter im Krankenhaus befände, und der Geschädigte um Hilfe, meist durch das Leihen mehrerer tausend Euro, gebeten. Als Pfand werden mehrere als hochwertig angepriesene Jacken, in Wirklichkeit meist billige Kunstleder- oder Kunstpelzjacken und minderwertiger Schmuck, wie Uhren beim Geschädigten hinterlassen und eine Rückgabe des Geldes an einem konkret vereinbarten Termin versprochen, zu welcher es niemals kommt.

So werden die Täter beschrieben

Der haupthandelnde Täter wird von den betagten Betrugsopfern überwiegend auch als älter beschrieben, häufig zwischen 60 und 70 Jahren, von kleiner Körpergröße, mit gepflegter südländische Erscheinung mit dunklen Haaren und nur leicht ausländischem Akzent.

Dieser Haupttäter scheint in Begleitung eines weiteren Mannes zu sein, dieser fährt häufig die Opfer mittels in einem Auto mit vermutlich ausländischen Kennzeichen zur Bank, um die geforderten Geldsummen abzuheben.

Die Polizei Gera ermittelt wegen Betrugs und nimmt Hinweise unter 0365/829-0 entgegen.

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