Fachtreffen

Adipositas-Experten tagen in Gera

Gera.  Adipositas-Spezialisten aus ganz Deutschland tagen Mittwoch und Donnerstag in Gera.

Fettleibig.

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Foto: Sebastian Kahnert / dpa-Zentralbild

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Wie gut sind die Ergebnisse der Adipositaschirurgie in Deutschland? Wie geht es den Patienten auf lange Sicht? Verlieren sie nicht nur an Gewicht, sondern bessern sich auch die Begleiterkrankungen? Und welche OP-Methoden setzen sich aktuell durch? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Fachtreffens am 4. und 5. Dezember im Geraer Pentahotel, teilt das SRH Wald-Klinikum Gera mit.

Die Klinik für Adipositas und Metabolische Chirurgie am Geraer Klinikum hat in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule für Gesundheit Gera und dem Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin Experten aus ganz Deutschland eingeladen, jüngste Daten zur operativen Therapie der Adipositas auszuwerten. Dank einer bundesweiten Qualitätssicherungsstudie steht dafür eine Datenbank mit über 71.000 registrierten operativen und endoskopischen Eingriffen zur Verfügung. Über 100 Teilnehmer werden in Gera erwartet. „Übergewicht und Adipositas in der Bevölkerung stellen eine weltweite Herausforderung dar“, erklärt die Organisatorin, Professorin Christine Stroh, Chefärztin der Klinik für Adipositas und Metabolische Chirurgie in Gera. Im Vergleich mit internationalen Daten seien die Patienten in Deutschland unverändert deutlich schwerer, älter und stärker von Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und allen voran Diabetes mellitus betroffen. Ein Blick auf die Therapiemöglichkeiten zeigt: Die Schlauchmagenoperation und der Magenbypass sind die am häufigsten durchgeführten adipositaschirurgischen Eingriffe in Deutschland. Verfahren, bei denen durch die Verkürzung des Dünndarmes die Aufnahme der Nahrung reduziert wird, spielen derzeit nur eine untergeordnete Rolle.

Wichtig für Patienten ist dabei: „Alle Methoden sind als sicher anzusehen“, fasst Christine Stroh zusammen. Für die häufigsten Verfahren Schlauchmagenoperation und Magenbypass fanden sich übrigens keine Unterschiede in der Rückbildung der Begleiterkrankungen und bei der Gewichtsreduktion nach fünf Jahren. „Mit der Datenerhebung und -analyse machen wir es uns zur Aufgabe, die Qualität unserer täglichen Arbeit zu verbessern“, betont die Expertin. Die Ergebnisse der Tagung werden national als auch international publiziert.

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