AfD-Kreisverband Greiz – Altenburger Land will im Mai auch in der Fläche punkten

Greiz  Wirklich flächendeckend ist die Partei nach eigenen Angaben zur Kommunalwahl aber nicht präsent

Robby Schlund.

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Foto: Peter Michaelis

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Zu den Kreistags-, Stadt- und Gemeinderatswahlen 2014 war sie noch kein Faktor auf kommunalpolitischer Ebene. Das dürfte sich in diesem Jahr ändern, zumindest punktuell. Nicht nur in Gera, wo die AfD – beflügelt durch den Einzug ihres Kandidaten in die Stichwahl fürs Oberbürgermeister-Amt – das Ziel ausgegeben hat, stärkste Stadtratsfraktion zu werden, auch in anderen Kommunen der Region will die polarisierende Partei am 26. Mai punkten.

Wir haben beim AfD-Kreisverband Greiz – Altenburger Land nachgefragt, wo eigene Listen zu den anstehenden Kommunalwahlen aufgestellt werden sollen. „Aktuell haben wir zwei Direktkandidaten für die Landtagswahlen im Oktober aufgestellt sowie 14 Kandidaten für den Kreistag in Greiz“, heißt es aus dem Büro des Bundestagsabgeordneten und 1. Sprechers des Kreisverbandes, Robby Schlund. Der Verband habe „seine Aufstellungsversammlungen zum Teil schon durchgeführt, wenige stehen noch aus.“

Neben dem Kreistag Greiz sei auch für den im Altenburger Land geplant, einen Wahlvorschlag einzureichen. Ebenso soll es Listen für die zu wählenden Stadträte in Greiz, Zeulenroda-Triebes, Weida, Berga und Meuselwitz geben, listet die AfD weiter auf. In Rositz und in Kraftsdorf möchte die Partei in die neuen Gemeinderäte einziehen. Außerdem wolle man einen Ortsteilbürgermeisterkandidaten für den Kraftsdorfer Ortsteil Töppeln aufstellen, heißt es.

Knapp 100 Mitglieder im Kreisverband

„Bis Ende März“, heißt es zum Zeitplan der Aufstellungsversammlungen, „sollten alle Wahlen erfolgt sein und die Kandidaten endgültig feststehen.“ Mehr Kommunen als die genannten – etwa auch die zweite Kreisstadt Altenburg – tauchen in der Auflistung der AfD nicht auf.

Weil es speziell für die Stadt Weida dahingehende Gerüchte gab, wollten wir vom Kreisverband wissen, ob und falls ja, wo es in den Kommunen der beiden Landkreise inzwischen AfD-Ortsgruppen gibt, wie sie beispielsweise CDU und Linke auch in kleineren Orten unterhalten. „Eigene Ortsgruppen gibt es nicht“, teilt die AfD dazu mit. „Der AfD-Kreisverband Greiz – Altenburger Land ist für die Städte und Gemeinden des Landkreises Greiz und Altenburg zuständig. Aktuell haben wir einen Mitgliederstand von knapp 100 Personen, Frauen und Männer aller Berufsgruppen sowie Rentner und Fördermitglieder.“

Was die Infrastruktur der Partei in der Fläche angeht, wird zudem auf die Wahlkreisbüros von Robby Schlund verwiesen. Neben den bestehenden Büros in Altenburg und Gera soll es „ab spätestens Herbst dieses Jahres auch wieder eins in Greiz“ geben.

Trotz guter Wahlergebnisse auf Landes- und Bundesebene war bei den Bürgermeister- und Landratswahlen im vorigen Jahr die Rede davon, dass der Partei in der Fläche das Personal fehlte, um wirklich auch flächendeckend präsent zu sein. Die Frage, ob dies ein Problem sei, dass die Partei auch zu dieser Kommunalwahl beschäftigt, wird allerdings nur ausweichend beantwortet. „In diesem Jahr stehen wir vor einer besonderen Aufgabe“, heißt es dazu. Der Kreisverband gehe gut organisiert und strukturiert in das Superwahljahr 2019 mit Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen. Ohne fleißige Helfer und das Engagement der Mitglieder, deren persönlicher Einsatz – Verantwortung, Zeit und Kompromissfähigkeit voraussetzt – wäre die Parteiarbeit nahezu unmöglich, so die AfD.

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