Ausstellung zu Juden im deutschen Fußball endet in Gera mit Gottesdienst

Redaktion
Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden“ zur Bedeutung von Juden im deutschen Fußball ist in Gera in der St. Trinitatiskirche zu sehen.

Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden“ zur Bedeutung von Juden im deutschen Fußball ist in Gera in der St. Trinitatiskirche zu sehen.

Foto: Michael Kleim

Gera.  Klaus Schultz, ehemaliger Diakon der evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau wird in Gera erwartet.

Mit einem Abendgottesdienst endet am 14. November um 17 Uhr in der St. Trinitatiskirche in Gera die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden“ zur Bedeutung von Juden im deutschen Fußball. Klaus Schultz, ehemaliger Diakon der evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau, wird zu dem Thema sprechen, informiert die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.

Die Ausstellung ist noch bis Freitag von 15 bis 17 Uhr zu besichtigen. Sie verstehe sich als ein Beitrag der Evangelischen Kirchengemeinde Gera zum Erinnerungsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.

Die vom Centrum Judaicum in Berlin konzipierte Ausstellung wurde erstmals nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 gezeigt. Jüdische Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre hätten den Fußball in Deutschland populär gemacht. Ihre revolutionären Visionen und Methoden setzten Maßstäbe, die den deutschen Fußball lange prägten. Als Beispiel wird der FC Bayern München genannt, der 1932 zum ersten Mal den deutschen Meistertitel errang und der jüdische Vereinspräsident Kurt Landauer und der jüdische Trainer Richard „Little“ Dombi wie Helden gefeiert wurden.

1933 veranlassten die Nationalsozialisten, dass jüdische Sportler, Trainer und Funktionäre aus den Vereinen ausgegrenzt und ausgeschlossen wurden. Bis zum 10. November 1938 durften Juden nur noch in jüdischen Vereinen spielen, danach war jedweder Sport für sie verboten.