BSG Wismut Gera unterliegt im Finale

Rositz  Fußball: Beim Brauerei-Pokal müssen die Geraer zweimal ins Elfmeterschießen. Gegen Rositz geht´s gut, gegen Ehrenhain nicht.

Geras Angreifer Lionel Kirstein (rechts) wird im Finale von den Ehrenhainern Tom Ebersbach und Kai Müller gestoppt.

Geras Angreifer Lionel Kirstein (rechts) wird im Finale von den Ehrenhainern Tom Ebersbach und Kai Müller gestoppt.

Foto: Jens Lohse

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Zwei Wochen vor dem Saisonstart in Sondershausen hat Fußball-Thüringenligist BSG Wismut Gera seinen Vorjahreserfolg beim Brauerei-Pokal der Köstritzer Schwarzbierbrauerei in Rositz nicht wiederholen können. Im Endspiel des Viererturniers unterlagen die Orange-Schwarzen dem Liga-Rivalen SV 1879 Ehrenhain nach Elfmeterschießen mit 2:3.

„Wir haben ordentlichen Fußball gespielt. Die Führung im Finale hätten wir natürlich länger bewahren müssen. Das hätte Ehrenhain zu mehr Risiko in der Offensive gezwungen und uns mehr Räume verschafft. Ich bin nicht unzufrieden, auch wenn ich natürlich hier gern gewonnen hätte“, meinte Wismut-Trainer Marcus Dörfer.

Zweimal mussten die Geraer, die noch auf Neuzugang Marcel Kießling verzichten mussten, der erst in dieser Woche ins Training einsteigt, ins Elfmeterschießen. Im Halbfinale gegen den Kreisoberligisten SV Rositz fehlte der Wismut-Elf das Tempo im Spiel. So konnte man sich gegen den sehr tief stehenden Gastgeber nicht allzu viele Möglichkeiten erarbeiten, zumal Marcus Dörfer zunächst einigen Anschlusskadern Einsatzzeit gewährte. Als Florian Schubert auf der linken Seite Chris Söllner freispielte, bediente der per Maßflanke den am zweiten Pfosten lauernden Lionel Kirstein, der per Kopf das 1:0 erzielte (26.). Wismut versäumte es in der Folge, ein zweites Tor nachzulegen, was sich kurz vor Schluss rächte. Nach einem weiten Rositzer Abschlag waren sich Geras Torwart Maurice Geenen und Abwehrchef Robert Paul nicht einig. Während Geenen den Ball verpasste, hatte Paul noch genug Zeit, um zu klären, schoss aber Angreifer Tony Franke an, der zum umjubelten 1:1 ausglich (42.). Marcel Hartmann hatte kurz darauf das 2:1 vor Augen, verfehlte das lange Eck nach einer Weiß-Eingabe aber um Zentimeter (44.). So ging es ins Elfmeterschießen, in dem Robert Paul, Marcel Hartmann und Raphael Börner sicher verwandelten, während der letzte Rositzer Schütze Patrick Reichel an Wismut-Keeper Maurice Geenen scheiterte.

„Uns hat die Frische gefehlt. Die jungen Spieler tragen immer noch die Belastung des Kurztrainingslagers mit sich herum“, verriet Marcus Dörfer, der im Finale gegen den SV 1879 Ehrenhain, der Kreisliga-Aufsteiger SV Motor Altenburg mit 5:0 bezwungen hatte, auf seine derzeit beste Formation setzte.

Zwar musste zunächst Maurice Geenen per Fußabwehr gegen den Ex-Geraer Christopher Lehmann klären (3.), doch bekam Wismut das Endspiel in der Folge ganz gut in den Griff. Die sichere Führung hatte Rico Heuschkel auf dem Fuß, der nach Zuspiel von Florian Schubert in zentraler Position völlig allein vor Ehrenhains Torwart Andre Sittel stand, aber zu lange zögerte (11.). Zwei Minuten später machte er es aber besser. Mustergültig bediente er den am langen Pfosten lauernden Chris Söllner, der nur noch einzuschieben brauchte – 1:0 (13.). Allerdings kassierte Wismut schon im Gegenzug das 1:1. Der von den Zwickauer A-Junioren nach Ehrenhain gewechselte Tom Ebersbach gewann den entscheidenden Zweikampf gegen Maximilian Cherouny und traf per Flachschuss ins kurze Eck (14.). Glück hatte kurz darauf Innenverteidiger Maximilian Dörlitz, dass für ihn nach einer Notbremse gegen Tom Ebersbach das Spiel nicht zu Ende war. Den folgenden Lehmann-Freistoß lenkte Maurice Geenen über die Latte (18.).

Wismut blieb in der Offensive gefällig, wenngleich der letzte Biss noch fehlte. Chris Söllners Flanken fanden oft keinen Abnehmer. Eine Heuschkel-Eingabe angelte sich Andre Sittel. Dem eingewechselten Lionel Kirstein verbauten schwache erste Ballkontakte zwei gute Möglichkeiten. Allerdings war Wismut auch immer wieder für Konter anfällig. So musste die Entscheidung auch hier im Elfmeterschießen fallen.

Maurice Geenen parierte gegen Ehrenhains Kapitän Andy Knutas. Robert Paul brachte Wismut mit 2:1 in Führung. Doch weil anschließend Lionel Kirstein (Pfosten) und Raphael Börner (gehalten) scheiterten, während David Syhre und Christopher Lehmann für Ehrenhain verwandelten, ging der Brauerei-Pokal diesmal an den SV 1879 Ehrenhain.

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