Millionen für Sanierung: Neue Chance für alten Glanz in Gera

Gera.  Die Politikerinnen und Politiker in Gera begrüßen die Bewilligung von 5,8 Millionen Euro an Bundesmitteln für die Sanierung des alten Horten-Kaufhauses.

Der spätere Warenhauskonzern von Hermann Tietz (Hertie) ging aus einem 1882 auf der Sorge 23 eröffneten Weiß- und Wollwarengeschäft hervor. 1912 eröffnete der prächtige Kaufhaus-Neubau mit viel Fassadenschmuck. Der Bau wird durch ionische Säulen geprägt. Seit 2003 wartet das Kaufhaus, das nach Hertie zum Konsument- und dann zum Horten-Kaufhaus wurde, auf einen Neubeginn.

Der spätere Warenhauskonzern von Hermann Tietz (Hertie) ging aus einem 1882 auf der Sorge 23 eröffneten Weiß- und Wollwarengeschäft hervor. 1912 eröffnete der prächtige Kaufhaus-Neubau mit viel Fassadenschmuck. Der Bau wird durch ionische Säulen geprägt. Seit 2003 wartet das Kaufhaus, das nach Hertie zum Konsument- und dann zum Horten-Kaufhaus wurde, auf einen Neubeginn.

Foto: Peter Michaelis

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Geraer Politiker freuen sich über die Zusage, dass die Sanierung des alten Horten-Kaufhauses mit 5,8 Millionen Euro Bundesmitteln aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“gefördert wird. Bundesweit gebe es neben dem Tietz-Quartier Gera nur 25 weitere Fördermittelempfänger, macht der Bundestagsabgeordnete und Geraer Stadtrat Stephan Brandner (AfD) deutlich.

Brandner: Werde dem Oberbürgermeister genau auf die Finger schauen

Für ihn gelte es, nach viel zu langem Stillstand anzupacken und eine Wiederbelebung der Innenstadt in Angriff zu nehmen. „Dabei sind ausreichend finanzielle Mittel aber nur der erste Baustein“, erklärt Brandner und schreibt weiter: „Wir brauchen auch attraktive Händler in Gera, die für einen verstärkten Besucherstrom in der Innenstadt sorgen, Touristen, die die Schönheit unserer Stadt zu schätzen wissen und viele Bürger, die ein positives Bild nach außen transportieren. Nicht in Vergessenheit geraten darf außerdem, dass wir attraktive Arbeitsplätze brauchen, um auch junge Menschen in der Region zu halten. Als Stadtrat in Gera setze ich mich auch weiterhin dafür ein, dass die Geraer Innenstadt zu altem Glanz zurückkehrt und werde Oberbürgermeister Vonarb genau auf die Finger schauen, damit den großen Worten auch Taten folgen.“

CDU-Fraktion: Mietkosten für Stadtverwaltung vorher festschreiben

Auch die CDU-Fraktion des Geraer Stadtrates begrüßt die Förder-Entscheidung und erinnert, dass der Stadtrat im Februar 2020 mehrheitlich ihren Änderungsanträgen gefolgt war. So sei der Fraktion wichtig, dass die Mietkosten für eventuell zukünftig von der Stadtverwaltung zu nutzende Flächen bereits im Vorfeld weiterer Entscheidungen in einem Vorvertrag festgeschrieben werden.

„Wir sind sehr dankbar, dass der Bund Fördermittel in dieser Größenordnung für ein historisch wie auch städtebaulich herausragendes Gebäude-Ensemble unserer Stadt bereitstellt. Mit dieser Entscheidung hat die Sorge endlich die Chance, wieder zur hoch frequentierten Flaniermeile im Herzen der Stadt zu werden“, erklärt Fraktionschef Christian Klein und fordert, dass nun das Konzept schnell „gründlich ausgefeilt“ wird, um es dann schnell umzusetzen“. Besonders danke die CDU-Fraktion dem Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel (CDU), der sich für die Bewilligung stark gemacht habe.

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