Das Stadtmuseum Gera zeigt im August in einer Sonderausstellung „Comics in der DDR“

Gera  Im Stadtmuseum Gera wird derzeit eine Sonderausstellung zum Thema aufgebaut, die am 6. August eröffnet wird. Auch eine Lese- und eine Malecke soll es geben.

Von links: Praktikantin Nathalie Hasse, Mitarbeiterin Lisa Panzer und Designstudio­Chefin Birgit Kremer-Masuhr beim Ausstellungsaufbau. Foto: Marcel Hilbert

Von links: Praktikantin Nathalie Hasse, Mitarbeiterin Lisa Panzer und Designstudio­Chefin Birgit Kremer-Masuhr beim Ausstellungsaufbau. Foto: Marcel Hilbert

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Wer an Comics in der DDR denkt, dem fällt sicher als erstes "Mosaik" ein, die noch ­immer erscheinende Zeitschrift, sowie deren Helden, die Digedags und die Abrafaxe. Die kommende Sonderausstellung "Comic in der DDR" im Geraer Stadtmuseum, die am 6. August eröffnet wird, widmet sich natürlich in einem Schwerpunkt diesen Heften, unter den rund 80 ausgestellten Ausgaben auch das Heft Nummer 1 von Mosaik-Erfinder Hannes Hegen.

Von ihm werden auch einige frühe Originalzeichnungen zu sehen sein, die er als Karikaturist für die Zeitschrift "Frischer Wind" malte. Dabei, so das Stadtmuseum, handele es sich um Leihgaben der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz.

Doch "Comic in der DDR" ist eben auch mehr als "Mosaik". So sollen zahlreiche Comics aus Kinder- und Jugendzeitschriften, aus den Pionierzeitungen Trommel, ABC-Zeitung und Frösi, und aus Illustrierten wie Für Dich, Freie Welt oder NBI vorgestellt werden.

Zu sehen sind zudem seltene Ausgaben wie die erste Folge von "Fix und Fax" in der "Atze", die erste Ausgabe von "Das Magazin" (1954) mit Comic oder die erste Folge von "Atomino" aus der "Frösi" von 1964. Im Mittelpunkt der Ausstellung soll die bemerkenswerte Vielfalt der unter den Verhältnissen in der DDR erschienenen Comicliteratur stehen. Wichtiges Anliegen sei es auch, auf versteckte Propaganda hinzuweisen.

Einige der Comic-Helden werden die Ausstellung als lebensgroße Pappkameraden schmücken – und sicher für das ein oder andere Foto bereitstehen. Für die optische Gestaltung der Ausstellung, die derzeit und in den nächsten Tagen aufgebaut wird, zeichnet Birgit Kremer-Masuhr mit ihrem Designstudio verantwortlich. Sie verspricht, dass es für die Gäste "ganz viel zu Gucken" geben werde. Und zum Mitmachen, denn auch eine Leseecke und eine Malecke sollen eingerichtet werden.

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