Dieter Uebel vom SV 1924 Münchenbernsdorf mit 75 Jahren verstorben

Nach einer Operation im Spätherbst vergangenen Jahres strahlte Dieter Uebel, wie man es nicht anders von ihm kannte, Zuversicht aus. Nach seiner Genesung wollte er recht schnell wieder an die Tischtennisplatte zurückkehren und beim Funkpeilen neue Wege in der Natur erkunden.

Hat im Funkpeilen und im Tischtennis viel erreicht: Dieter Uebel.

Hat im Funkpeilen und im Tischtennis viel erreicht: Dieter Uebel.

Foto: zgt

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Münchenbernsdorf. Nach einer Operation im Spätherbst vergangenen Jahres strahlte Dieter Uebel, wie man es nicht anders von ihm kannte, Zuversicht aus. Nach seiner Genesung wollte er recht schnell wieder an die Tischtennisplatte zurückkehren und beim Funkpeilen neue Wege in der Natur erkunden. Selbst in den letzten Tagen hat der gebürtige Münchenbernsdorfer noch vom Krankenbett aus mit Sportkameraden Pläne ins Auge gefasst, bevor er am 20. Mai im Kreise seiner nächsten Angehörigen friedlich eingeschlafen ist.

Als Aktiver und Leiter der Abteilung Tischtennis beim SV 1924 Münchenbernsdorf sowie als Spitzenathlet des Deutschen-Amateur Radio Club (DARC) hinterlässt er große Lücken. Bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften im Funkpeilen war er eine unerlässliche und zuverlässige Stütze in den Auswahlteams der Bundesrepublik. Bereits zu DDR-Zeiten hat er mehrere Meistertitel gewonnen, bevor er nach der Wende national wie international sein ganzes Können demonstrieren konnte. Im Jahre 1991 wurde er in seiner Altersklasse erstmals als gesamtdeutscher Meister gekürt. Seinen größten Triumph feierte er 1997 im bayrischen St. Engelmar mit den Gewinn von zwei ersten Plätzen in den Mannschaftswettbewerben der Weltmeisterschaft.

Lange vor dieser Karriere hat das Herz von Dieter Uebel bereits für das Laufen und insbesondere für das Spiel mit den Zelluloidball geschlagen. Bis zum Ausbruch seiner Krankheit stand er fast 60 Jahre unentwegt an der Platte. Mit den über viele Jahrzehnte hinweg stattgefundenen Turnieren um den Teppich-pokal hat er Münchenbernsdorf über die Stadtgrenzen hinweg bekannt gemacht. Als erstem Sportler ist ihm die Ehre zuteil geworden, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Für seine vielseitigen Aktivitäten und Engagements wurde er vom Landessportbund mit der Verdienstnadel ausgezeichnet. Der Thüringer Tischtennis-Verband hat ihm die Ehrennadel in Gold verliehen.

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